sagen:graessepreussenii148
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| + | ====== Die Armesünderglocke auf dem Maria-Magdalenenthurme ====== | ||
| + | Abgebildet von Schäfer a.a.O. | ||
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| + | Während andere Glocken Deutschlands z.B. die Susanna zu Erfurt etc. ihrer Größe oder ihres Gewichtes halber zu Wahrzeichen wurden, verdankt diese Glocke ihren Namen eigentlich einer alten Sage. Diese Glocke wiegt 113 Ctr. und hat in gothischer Minuskelschrift folgende Inschrift: Maria ist der Name mein. Selic musen alle die seyn, die meinen lout hören. oder vernemen spate oder fru. die sprechen Gote dem hern czu. amen. O Rex Glorie veni cum pace amen. Anno Domini MCCCLXXXVI fusa est haec campana in die Alexii. | ||
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| + | Nach chronologischen Nachrichten ward diese Glocke am 17. Juli (einem Dienstag) des Jahres 1386 von Michael Wilden im Ohlauer Zwinger gegossen. Der darauf angebrachten Zahl XII. zufolge war sie Wildens zwölfte Glocke. Im Jahre 1677 mag sie einen neuen Glockenstuhl oder doch wenigstens ein neues Gehänge erhalten haben. | ||
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| + | Sie führt den Namen »Armesünderglocke«, | ||
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| + | Es lebte um jene Zeit zu Breslau ein weit und breit berühmter Glockengießer, | ||
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| + | Zerstreut und seine Gedanken mehr auf andere Dinge gerichtet, hatte der Lehrling eine Weile das Zischen des Metalls nicht beachtet, doch plötzlich durch das immer gewaltsamere Wallen desselben aufmerksam gemacht, trat er zum Zapfen und, wie von unsichtbarer Hand geführt, versuchte er dessen Festigkeit. Da mit einem Schlage sprang dieser heraus und das glühende Metall nahm seinen Weg unaufhaltsam auf der Bahn der Rinne nach des Henkels Bogen. Bestürzt über das Geschehene, begab er sich sofort nach der Wohnung des Meisters, der eben den Boten entließ. Mit athemloser Stimme stammelte er vor ihm niederfallend die Worte: »Meister der Guß ist mißglückt, | ||
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| + | Zur Wohnung zurückgekehrt, | ||
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sagen/graessepreussenii148.1737486061.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
