sagen:graessepreussenii1336
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| + | ====== Die schwarze Schule ====== | ||
| + | S. Bechstein a.a.O. S. 172. | ||
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| + | Viele Sagen gehen in Dithmarschen und Nordfriesland von der sogenannten schwarzen Schule, in welcher kein anderer der Schulmeister ist, als der Teufel selbst. In diesem seinem Seminarium unterrichtet der Teufel junge Theologen und Schulmeister in gar manchen geheimen Künsten, doch nicht umsonst, sie müssen ihre Seele verschreiben und eine gewisse Bedingung festhalten, fehlt deren einer und versieht' | ||
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| + | So wird viel gesprochen von einem Pastor in Medelbye, im Amte Tondern, des Namens Fabricius, der konnte mehr als Brod essen, weil er in die schwarze Schule gegangen war, und der durfte niemals zwei Strumpfbänder anlegen, sondern immer nur eins. Damit er nun sich nicht vergäße, lagen gar manches Mal früh beim Aufstehen zwei Strumpfbänder auf seinem Stuhle, damit aber fing ihn der Teufel keineswegs. Hierauf plagte der Teufel das Mädchen, welches für den Pfarrer Strümpfe strickte, als Floh, da ließ sie oft die Maschen fallen, und juckte sich, und da wurden die Strümpfe zu weit, weil sie sich auch zum Oeftern verzählte, nun fiel der Strumpf ohne Band herunter auf die Ferse, das verschlug aber dem Pfarrer Alles nichts, er band ihn doch nicht fest, sondern ließ ihn hängen, und der Teufel konnte ihm nichts anhaben. | ||
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| + | Ein anderer Pastor, der Ziegler hieß, durfte auch nur ein Strumpfband tragen, doch nur auf die Zeit des Contractes mit dem Teufel, nach dessen Ablauf wollte jener kommen und ihn holen. Da nun die Zeit um war, kam der Teufel frühmorgens, | ||
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