sagen:graessepreussenii1330
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| + | ====== Wunderbäume in Dithmarschen und Holstein ====== | ||
| + | S. Bechstein a.a.O. S. 158. Müllenhoff S. 378 etc. | ||
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| + | An der Kirche von Süderhedstede steht ein alter Hollunderbaum. Zu diesem Baume, so geht die Sage, kam oft der Geist des Königs geritten, der den Dithmarschen ihre Freiheit genommen. Er ritt auf einem grauen Schimmel und betete unter dem Baume. Einst wird die Zeit kommen, da wird auf dem Heideviert, darauf Süderhedstede liegt, eine große Schlacht geliefert, das fliehende Heer wird nach dem Dorfe zugetrieben werden und wird es mit Getümmel erfüllen. Da wird der König kommen, seinen grauen Schimmel an den Hollunderbaum binden, und niederknieen und inbrünstig beten. Dann aber werden dreihundert Dithmarscher Bauern hinter der Kirche vortreten, bewaffnet mit Sensen, Hauen und Dreschflegeln, | ||
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| + | In Schenefeld steht ein Hollunder zu Norden an der Kirchenmauer. Die Schenefelder erzählen von ihm Folgendes. Es wird hier einst in der Nähe eine große Schlacht geschehen, die Unsrigen werden bald weichen und sie fliehen immer weiter zurück. Wenn sie nun bis zu dem Rothenhahn, einer einzelnen Stelle auf dem Viert bei Süderhedstede, | ||
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| + | Zu Osten der Nortorfer Kirche, wo es nach dem Kirchenstuhl hinaufgeht, steht seit undenklicher Zeit ein Fliederbusch; | ||
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| + | In den Kriegszeiten zu Anfange dieses Jahrhunderts war nun aber der Hollunderstrauch so hoch geworden, daß er ans Kirchendach reichte. Da sah man einmal Nachts in der Luft wunderbare Erscheinungen, | ||
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| + | Nördlicher nach Schleswig zu soll eine ähnliche Verkündigung sich an den Rosenbusch neben der Haddebyer Kirche küpfen; die große Schlacht geschieht auf der Krapper Heide. | ||
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