sagen:graessepreussenii128
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| + | ====== Die Sage von der h. Genovefa ====== | ||
| + | S.J. Zacher, die Historie von der Pfalzgräfin Genovefa. Königsberg, | ||
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| + | Zur Zeit des Trierschen Bischofs Hildulfus um das Jahr 750 n. Chr. Geb. lebte im Trierschen Lande ein vornehmer Graf, Namens Siegfrid, der sich mit der reichen und tugendhaften Genovefa, einer Tochter des Herzogs von Brabant vermählte. Zu derselben Zeit aber begab sich' | ||
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| + | Unterdessen hatte aber Golo die Pfalzgräfin Genovefa mit Liebesbewerbung bedrängt, und als er sich entschieden abgewiesen sah, sie eines ehebrecherischen Umganges mit dem Koche Dragones beschuldigt und darnach in einem Thurm gefangen setzen, den Koch aber in einen Kerker und dort vergiften lassen. Niemand durfte die gleich einer Verbrecherin gehaltene Genovefa besuchen, als Golo's Amme und Golo selbst, der sie auch hier noch weiter mit seiner Werbung bedrängte. Allein sie widerstand auch jetzt nicht minder beharrlich und gebar im Thurme einen Knaben, den sie, da ihm die Taufe versagt ward, selbst taufte und Schmerzensreich benannte. Als nun Golo endlich einsah, daß er die Tugend Genovefa' | ||
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| + | Am nächsten Morgen befahl Golo zweien Knechten, die Gräfin sammt dem Kinde in den wilden Wald hinauszuführen und dort zu tödten. Diese aber erbarmten sich des unschuldigen Blutes, ließen sie auf ihre Bitte und gegen das Versprechen, | ||
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| + | Inzwischen hatten Zweifel, schwere Träume und Gewissensbisse den Pfalzgrafen Siegfrid hart beunruhigt, zumal nachdem er den Abschiedsbrief seiner Gemahlin gefunden und gelesen hatte; doch wußte Golo ihn immer wieder zu beschwichtigen und heftigeren Aufwallungen durch zeitweilige Entfernungen vom Hofe auszuweichen. Als aber dann dem Grafen der Geist des ermordeten Koches erschien, ihm seinen mit den Ketten verscharrten Leichnam offenbarte und erst nach dessen kirchlicher Bestattung und nach gehaltenen Seelenmessen Ruhe fand, und als endlich gar die Straßburger Hexe kurz vor ihrer wegen anderweiter Verbrechen erfolgten Hinrichtung freiwillig bekannte, mit welchen Künsten sie den Graf betrogen habe, da lag die Unschuld Genovefa' | ||
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| + | In Begleitung Golo's und der übrigen bereits angekommenen Gäste ritt der Graf zur Jagd hinaus, und ward in Verfolgung einer Hirschkuh zur Höhle Genovefa' | ||
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sagen/graessepreussenii128.1737485718.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
