sagen:graessepreussenii1279
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| + | ====== Benno Butendick ====== | ||
| + | S. Jahrb. Bd. IV. S. 153. | ||
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| + | Im 16. Jhdt. lebte in Sandstrand ein Mann, Namens Benno, reich an Geld, Vieh und Land. Er hatte aber seinen Reichthum auf schlechte Art erworben. So lieh er armen Bauern ein Paar Joachimsthaler, | ||
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| + | So wurde der Leichnam einige Wochen von den Würmern nicht verzehrt, sondern blieb gleichsam frisch und lebendig; und Satan trug denselben sogar bei hellem Mittage herum zum Schrecken der ganzen Gegend. Da wurden die Priester zusammengerufen, | ||
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| + | Nicht lange nachher kam ein armer Bauer, dem es, da das ganze Land ohne Wald ist, an Brennholz fehlen mochte oder der von der ganzen Geschichte nichts wußte, und fing an mit kräftigen Armen den Pfahl auszureißen. Da schrie der Teufel sogleich: »Aa, Aa, lät jet murr!« Als der Bauer das hörte, stieß er den Pfahl mit aller Kraft wieder in die Tiefe, worauf der Teufel rief: »Dirr dä stör aß an Schialm!« Der Pfahl hat noch viele Jahre gestanden und ist erst zu Anfange des 17. Jhdts. durch eine Wasserfluth weggerissen worden. | ||
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| + | Ein Enkel jenes Unseligen war später Rathsherr in Husum, ein vortrefflicher und liebenswürdiger Mann, aber beim Pöbel kamen er und seine Kinder nicht ohne Sticheleien weg und mußten oftmals das spöttische Wort: »Benneke Büttendick« hören. | ||
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