sagen:graessepreussenii1263
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| sagen:graessepreussenii1263 [2025/03/20 15:47] – angelegt ewusch | sagen:graessepreussenii1263 [2025/03/20 16:18] (aktuell) – ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Die Schlacht auf der Lohheide ====== | ||
| + | S. Krantz, Saxonia IX. 11. Angelus Th. II. S. 14. | ||
| + | Müllenhoff S. 24. | ||
| + | |||
| + | Als König Christoph von Dänemark ein großes Heer zusammengebracht hatte um den Herzog von Schleswig, Woldemar, damit zu überfallen und das Schloß Gottorp, welches ihm sehr in die Augen stach, zu bekommen, schickte Graf Gerhard (oder Geert) von Holstein aus zu seinen Freunden, Edeln und Herren jenseits der Elbe, in das Bisthum Bremen und durch Westphalen bis an den Rheinstrom und brachte viele Hilfe zusammen und dieselbe kam allzuhauf nach Rendsburg. Ehe sie aber ins Feld geführt wurden, verzogen sie etwas lange in der Stadt und verzehrten nicht wenig, also daß sie von den Bürgern aufgehalten wurden, und nicht abziehen durften, sie hätten denn zuvor Bezahlung geleistet. Davon hatte aber der Graf nichts gewußt, und versah sich so, es würde ihm das fremde Kriegsvolk nachfolgen. Er stellte deshalb die Bürger zufrieden und zog mit seinem Haufen hinaus. Damit nun die fremden Kriegsleute nicht wider Billigkeit und Gebühr in den Herbergen handelten, blieben sie neben dem Edelmann, Burchard von Itzehude, der sie von des Grafen wegen hineingeführt hatte, in der Stadt, nachdem Graf Gerhard damals in der Eile nicht vermocht hatte baare Zahlung für ihre Zeche zu erlegen. Nun war aber Burchard dazu angestellt, daß er die vornehmsten Regimenter oder Fähnlein führen sollte. Was sollte nun der Graf thun? Die Feinde drangen auf ihn ein und er vermochte ohne den größten Nachtheil zu erleiden nicht zu weichen. Er hatte 400 Reisige, wogegen seine Feinde noch einmal so stark waren. Indeß trafen sie tapfer und keck auf einander und der Graf dachte, er werde genug gethan haben, wenn er sich gegen solche Feinde halten könne und selbst nicht geschlagen werde. Aber sein Glück bescheerte ihm viel mehr, denn er schlug mit seinem kleinen Haufen ihrer so Viele, daß der König, nachdem er die Schlacht abgehalten hatte, sich auf die Flucht begab. Dies war die Schlacht auf der Lohheide im Jahre 1331. Der Graf war während derselben vom Pferde gestürzt, aber ein Bauer aus der Wilstermarsch, | ||
| + | |||
| + | Es hat auch Burchard von Itzehude gesagt: »Wenn ein Herr dem Diener Treue beweise, so werde dieser auch dadurch bewogen, seinem Herrn hinfort treu zu sein.« Welches die Deutschen sonst also und hiermit zu verstehen geben, wenn sie sagen: »Treu Herr, treu Knecht!« | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
sagen/graessepreussenii1263.1742482058.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch
