sagen:graessepreussenii1258
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| + | ====== Das Danewerk und die schwarze Greth ====== | ||
| + | S. Bechstein a.a.O. S. 169. | ||
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| + | König Christoph von Dänemark hatte zur Gemahlin des Pommernherzogs Sambor Tochter, das war ein arges Zauberweib; sie hieß nur die schwarze Greth und hatte den Beinamen Springhest. Sie ist die Urheberin des berühmten Danewerks, jenes riesigen und weiten Walles; den zu erbauen, schloß sie einen Bund mit dem Teufel und gebot ihm, in einer Nacht den Wall fertig zu machen, nur ein einziges und eisernes Thor solle hineinkommen, | ||
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| + | Da nun die wilde schwarze Greth überhaupt ein gottloses, unseliges Leben führte, so ward ihr zur Strafe ihrer schrecklichen Sünden von Gott geboten, allnächtlich über ihr Teufels- und Danewerk als Geist zu reiten. Da haben viele Leute sie gesehen. Ihr Anzug ist ganz schwarz, aber ihr Pferd ist weiß, und sein Odem ist Feuer. Zwei Geister in weißen Kleidern folgen ihr, und da rennen und sprengen die drei wie der wilde Jäger von Hollingstede bis Haddebyn. Dieses Gespenst leidet aber nicht, daß auf seinem Walle etwas angebaut werde. In der Nähe von Haddebyn heißt ganz besonders eine Stelle im Danewerk noch der Springhest Margrethenwerk, | ||
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| + | Einstmals erschien sie armen Fischern vom Schleswiger Holm, die traurig waren, daß sie nach einer arbeitsvollen Nacht nichts gefangen hatten, in aller ihrer königlichen Pracht, mit Perlen und Diamanten geschmückt, | ||
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