sagen:graessepreussenii1256
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| + | ====== Henning Wulf ====== | ||
| + | S. Müllenhoff S. 57. | ||
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| + | In der Kirche zu Wewelsflet in der Wilstermarsch befindet sich ein altes Gemälde auf einer langen Tafel, das schon im Kirchenbuche der 1593 neuerbauten Kirche erwähnt wird, 1741 aber renovirt ward. Dies Gemälde zeigt auf einem großen grünen Platze einen Schützen mit abgespanntem Bogen, in einiger Entfernung vor ihm steht ein Knabe mit einem von einem Pfeile durchbohrten Apfel auf dem Kopfe, einen andern Pfeil hat der Schütze noch im Munde. Ein Wolf oder Hund steht zwischen dem Knaben und dem Schützen und richtet auf diesen seinen Blick. Die Geschichte dieses Bildes ist aber folgende. Zu den Zeiten Christians I. (1472) wohnte ein reicher Mann, Namens Henning Wulf, im Kirchspiel Wewelsflet und hatte seinen Hof mit vielen Ländereien in der Dammducht. Als die Leute in der Marsch sich gegen den König empörten und ihn nicht anerkennen wollten, ward er ihr Hauptmann und Anführer. Allein die Marschleute wurden geschlagen und Henning Wulf mußte fliehen. Da verbarg er sich in einem Moor und Niemand wußte ihn zu finden, aber sein treuer Hund, der auf dem Gemälde mit abgebildet ist, war ihm nachgelaufen, | ||
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| + | Eine ähnliche Sage wird auch von dem Schlosse Nienborstel im Kirchspiel Hohenwestedt erzählt.((S. Schröder u. Biernatzki, Topogr. v. Holstein u. Lauenburg Bd. II. S. 209.)) | ||
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