sagen:graessepreussenii1242
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| + | ====== Der viermal todte Pfaffe zu Lüttensee ====== | ||
| + | S. Jahrb. Bd. IV. S. 164. | ||
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| + | Vor alten Zeiten war zu Lüttensee ein Kloster, man zeigt noch im Dorfe die Stelle, wo in der Mitte desselben einst die Kirche gestanden hat, und der Krug an der Landstraße wird zuweilen noch »upen Kloster« genannt. Dort ist ein Pfaffe gewesen, der hat sich, wenn der Bauer, der damals in dem später einem gewissen Peemöller gehörenden Hause gewohnt hat, nach Hamburg reiste, von dessen Frau mit Essen und Trinken wohl pflegen lassen. Eines Abends sagt aber der Bauer zu seiner Frau, er wolle zur Stadt, sie weckt ihn auch am andern Morgen bei Zeiten, er kann sich aber gar nicht zurecht finden und sagt: »Ich kann kein Stück vor den Augen sehen, alles erscheint mir schwarz und finster, ich muß zu Hause bleiben!« So blieb er zu Hause. Als es nun Tag wird, da sagt die Frau zu ihm: »Ich breite Wäsche zum Bleichen in die Sonne, von der sollst Du die Hühner wegjagen!« Er mußte sich zu der Wäsche hinsetzen, sie gab ihm eine Ruthe in die Hand, und er mußte damit immer hin und her wedeln. Nun kommt der Pfaffe, die Frau flüstert ihm zu, er solle in die Kammer gehen, sie wolle inzwischen das Essen machen, sie erzählt ihm auch, daß ihr Alter über Nacht blind geworden sei. Dann geht sie nach der Küche, dem Pfaffen aber wird die Zeit lang, er legt sich also ins Bett und schläft ein. Unterdessen hatte die Frau mit ihrem Kochen zu thun, sie setzte einen Topf mit Butter ans Feuer und ging in den Gemüsegarten, | ||
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