sagen:graessepreussenii1226
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| + | ====== Der Karlstein bei Rosengarten ====== | ||
| + | S. Petersen in d. Jahrb. f.d. Landeskunde d. Herzogth. Schleswig-Holstein und | ||
| + | Lauenburg. Kiel 1866 Bd. VIII. S. 175 etc. | ||
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| + | Zwischen den kleinen Bächen, die sich bei Harburg in die Elbe ergießen, und der Este bei Buxtehude erstreckt sich eine Hügelkette von meist wasserlosen Thälern durchschnitten. Sie ist noch jetzt größtentheils mit Wald bedeckt und führt in verschiedenen Theilen verschiedene Namen. Harburg zunächst liegen die schwarzen Berge, dann folgen die Ebenen, der Haake im Kolken und der Stuvenwald. Ungefähr wo die beiden letzten sich begrenzen, eine gute Meile westlich von Harburg im Amte Moisburg, liegt das Försterhaus Rosengarten, | ||
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| + | Nachdem Karl der Große in der Gegend von Buxtehude von den Sachsen geschlagen worden war, ließ er sein Heer zwischen dem sogenannten Rathsholze und dem Stuvenwalde ein Lager beziehen, stieg auf einen Berg, um die Gegend zu überschauen und fiel, von den Anstrengungen des Tages ermüdet, in einen tiefen Schlaf, nachdem er zuvor bei Todesstrafe verboten hatte, ihn zu wecken. Unterdeß rückte das Heer der Sachsen heran. Als die Gefahr immer größer ward und Niemand wagte den Kaiser zu wecken, kam einer auf den Gedanken, seinen treuen Hund auf ihn zu werfen. Als nun der erwachende Kaiser erzürnt fragt, wer sein Verbot übertreten habe, erzählt man ihm, der Hund sei beim Verfolgen des Wildes auf ihn gesprungen. Um sein Wort zu lösen, erschlägt er den Hund, wird aber zugleich die heranziehenden Sachsen gewahr. Voll Zorn schwört er nun, so gewiß er mit seinem Rosse hin und zurück über den Stein setzen und ihn mit dem Schwerte spalten werde, eben so gewiß werde er auch mit Gottes Hilfe und zu dessen Ehre die Sachsen schlagen und vernichten. Der Kaiser läßt nun einen Theil des Heeres durch den Wald ziehen, um den Feinden den Rückzug abzuschneiden, | ||
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