sagen:graessepreussenii1140
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| + | ====== Die alte Burg zu Lüchow ====== | ||
| + | Nach Hennings S. 59 etc. | ||
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| + | Der älteste Theil der freilich in Trümmer versunkenen alten Burg zu Lüchow war der Flügel, welcher sich längs der kleinen städtischen Bleichwiese, | ||
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| + | Wer die Tugend hat errungen\\ | ||
| + | Dem schaden nicht der Bösen Zungen.\\ | ||
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| + | Die Sage erzählt hierüber, eine frühere Gräfin von Lüchow, Anna von Nassen (oder Nassau), sei mit einem riesigen Eberzahn verunziert gewesen und habe im Lande ausrufen lassen, sie wolle den Mann ehelichen, der einen ähnlichen Auswuchs aufzuweisen habe. Nach einiger Zeit habe sich denn auch ein junger Edelmann, der wirklich eine ähnliche Unschönheit gehabt, gemeldet und um die Hand der Dame geworben. Ob er nun wohl im Uebrigen schön gestaltet gewesen sei und der Gräfin wohl gefallen habe, so habe diese doch ihre Gefühle bekämpft und beschlossen, | ||
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| + | Nach einer andern Erzählung sei sie aber durchaus nicht durch solche Zähne verunstaltet, | ||
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| + | Eine andere Gräfin von Lüchow hat ein so eigenthümliches Gelüste nach dem Gehirn von Häringen getragen, daß dieser Artikel ihre Lieblings- wenn nicht einzige Speise ausmachte und sie zuletzt dadurch in Armuth gerieth. Man bezeichnet noch jetzt eine Innung in Lüchow (die Maurer- oder Schmiede-Innung) als diejenige, welche die zahllose Menge der Häringe, nachdem man diesen das Gehirn genommen hatte, aus der Burg zum Geschenk erhalten habe. Als Wahrzeichen zogen die Angehörigen dieser Innung noch Jahre lang am Fastnachtstage, | ||
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