sagen:graessepreussenii1135
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| + | ====== Thedel von Wallmoden und sein Zauberroß ====== | ||
| + | Nach einem alten Volksliede [Magdeb. 1558 in 8°.] in d. Knaben Wunderhorn Bd. II. S. 302-318 im | ||
| + | Auszug b. Reichard, | ||
| + | Beitr. z. Beförd. einer näh. Einsicht in d. Geisterreich. Helmstädt 1781 Th. I. S. 603-638 | ||
| + | u. Neues Vaterl. Archiv Bd. V. S. 177 etc. | ||
| + | Horst' | ||
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| + | Das Geschlecht derer von Wallmoden ist ein althannöversches. Es giebt nun eine Sage von einem gewissen Thedel von Wallmoden, der in seinem 18. Jahre einst einer Taufe beiwohnte und von der heiligen Handlung so gerührt ward, daß er dem Priester sagte, wenn er wüßte, daß er ebenso getauft worden sei, so wolle er sich vor nichts in der Welt, selbst vor dem Teufel nicht fürchten. Der Priester versicherte ihm nun, daß er ihn vor 18 Jahren ebenso getauft habe, und da erwiderte der junge Thedel, da er das wisse, wolle er nun mit dem Teufel selbst in Gottes Namen anbinden. Der Teufel aber sann nach, wie er den Unverschämten zu Falle bringen könne. | ||
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| + | Ein Paar Tage nach der Taufe befand sich Thedel allein mit seinem Schreiber im Felde bei der sogenannten Hahr auf der Jagd, da kamen auf einmal viele Reiter hergeritten, | ||
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| + | Thedel zieht nun zu allen Turnieren und erhält durch eigene Tapferkeit und seines Pferdes Muth und Behendigkeit den Preis. Vorzüglichen Ruhm aber erwirbt er sich am Hoflager Heinrich' | ||
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| + | Hierauf zog nun Thedel nach Liefland und trat in den Orden der Schwertritter. Auch hier verrichtete er große Thaten und zwang die Litthauer zur christlichen Religion. Aber auch seine Stunde kam, denn da des ganzen Heeres Neugier auf das schwarze Pferd gerichtet war, das sich so unwiderstehlich im Schlachtgetümmel erwies, verlangte der Ordensmeister bei Gehorsampflicht von ihm Kunde über das schwarze Pferd. Thedel, der nicht widerstehen kann, bittet um 14 Tage Frist, bestellt sein Haus, beichtet und empfängt das Abendmahl. Am 14. Tage gesteht er dem Ordensmeister, | ||
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