sagen:graessepreussenii1128
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| + | ====== Das Kreuz bei Ebstorf ====== | ||
| + | S. Neues Vaterl. Archiv Bd. VII. S. 274 etc | ||
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| + | Noch zu Anfange dieses Jahrhunderts stand an der Grenze des Amtes Ebstorf vor der sogenannten Raubkammer, einer großen herrschaftlichen Waldung, ein hohes Kreuz, welches früher von Zeit zu Zeit von Seiten dieses Amtes erneuert, endlich in Trümmer zerfiel, über dessen Entstehung theils Schrift, theils Sage folgende Nachrichten festgehalten haben. | ||
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| + | Zu Bleckede lebte ein Hauptmann Moritz von Zarenhusen, der wahrscheinlich daselbst Beamter war. Dieser wurde im Jahre 1569 vom Herzog Wilhelm dem Jüngern mit vier Höfen belehnt und ihm erlaubt, hier eine Wohnung mit Adelsfreiheit zu erbauen. | ||
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| + | Ob dieser Adlige nun wohl noch durch verschiedene andere Schenkungen von dem Herzoge von Braunschweig begnadigt ward, so lebte er doch noch vom Sattel und Stegreif, hielt mit dem Besitzer von Stubeckshorn zusammen und machte die Gegend unsicher. Die Ausübung dieses bösen Gewerbes gereichte ihm aber zum Verderben. | ||
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| + | Einst hielt ein Tabuletkrämer aus Uelzen, der mit einem mit einer Plane bedeckten Karren umherzog, bei ihm an und bot ihm seine Waaren feil. Zarenhusen handelte wenig, kaufte viel und bezahlte Alles baar. Dem Krämer fiel indeß das überaus freundliche und gefügige Wesen des Käufers auf, er hatte einen geheimen Befehl an einen Knecht und darauf ein eiliges Hin- und Herlaufen auf dem Hofe wahrgenommen; | ||
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