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sagen:graessepreussenii1124

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-====== Der schwarze Hund ======+====== Woher der doppelte Reichsadler auf dem Gildesiegel der Schuhmacher stammt ======
  
-    S. Neues Archiv Bd. II. S. 186.+    S. Blumenbach im N. Vaterl. Archiv Bd. VII. S. 58 etc.
  
-An einem der Vorgebirge des Sollings, der Ahlsburg, spukt zur Abend- und Nachtzeit ein großer schwarzer, mit glühenden Augen versehener Jagdhund, der denjenigen erscheint, die dort Holz zu entwenden im Begriff sind, und zwar in der Absichtsolche Holzdiebe zu warnen. So ging eines Abends ein Mann aus Fredelslohwelches nicht weit von der Ahlsburg entfernt istverbotener Weise in den Wald um Holz zu fällen. Da erschien ihm jener Hundzwar ward er beim Anblicke desselben von Schauder ergriffenallein er bekümmerte sich nicht weiter um ihn. Nach Verlauf einiger Zeit ging er zu gleichem Zwecke wieder nach jenem Gebirgeallein schon im Begriff, seine Beute heimzutragenward er vom Förster ertappt und zur Strafe gezogen. Andere Einwohner von Fredelsloh haben dasselbe Schicksal gehabt.+Als im Jahre 1821 die Schuster des Fleckens Uchte um die Erlaubniß zur Errichtung eines förmlichen Gildeverbands bei der hannöverschen Provinzialregierung nachsuchtentraten sie mit dem Anliegen hervores möchte ihnen die Führung des alten doppelten Reichsadlers (statt Scepter und Reichsapfeleinen Stiefel und Leisten in den Krallen) als Gildesiegel gestattet werden; so ist über den Grund dieses Wappens offiziell nachgeforscht worden und es hat sich herausgestellt, daß die Schuhmacher in ganz Deutschland sowohl in ihrem Wappen, als in ihrem Schilde und auf ihrer Fahne den doppelten Adler führen, weil ihnen solchen der Kaiser als Privilegium darum ertheilt hatdaß ein SchusterNamens Hans Sage oder Sago (oder von Sagan in Schlesien gebürtigs. oben S. 546), den der Kaiser nachmals in den Adelstand erhoben hatbei Königsberg in der Schlacht bei Rudau, welche der deutsche Ordensmarschall Schindekopf dem Großfürsten von Litthauen Riestoud (1369) liefertedadurch, daß er, als die Ordensleute bereits flohendas Ordenspanier ergriff und damit auf die Feinde losgehend seine Kameraden zum Stehen brachtedas Meiste zum Siege beitrug. Weil er aber vorher ein Bein verloren hatte und trotzdem die Fahne ergriff, so ist er auf allen Willkommen nur mit einem Beine, die Fahne in der Hand vorgestellt worden, so daß diejenigen Becher, welche ihn mit zwei Beinen darstellen, vom Zinngießer verpfuscht sind.
  
 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 2, Glogau 1868/71//  //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 2, Glogau 1868/71// 
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