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-====== Die alten Steine am Brackenberge ======+====== Hexen zu Hitzacker ======
  
-    Nach dNeuen Vaterl. Archiv Bd. XX. S. 270 etc. [m. Abbildung.]+    SNeues Vaterl. Archiv Bd. II. [Lüneb1822S. 66.
  
-Der erste dieser Steine hieß der Spangenbergs-Stein und stand bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts in der Nähe von Meensen zwischen dem Rustholze und dem gleich zu nennenden Oppermanns-Steine. Er soll in Folge folgender Begebenheit errichtet worden sein. Es hat einmal ein Herzog von Braunschweig eine Aufforderung an die Ritterschaft seines Landes ergehen lassen, welcher sich der freie Sinn des damaligen Inhabers des Brackenbergs, eines Ritters von Spangenberg, nicht gutwillig fügen wollte. Zuerst gab sich der Herzog alle mögliche Mühe, denselben in Güte zur Folgeleistung zu bewegen, wurde aber stets mit schnöden Worten abgewiesen und sah sich deswegen endlich genöthigtseine Zuflucht zur Gewalt zu nehmen. Er zog mit bedeutender Macht gegen den Brackenbergbelagerte ihn und stürmte, jedoch ohne Erfolg, vielmehr sah er sich mehrere Male zum Rückzuge genöthigtweshalb er denn am Endeum solchem Schimpfe nicht mehr preisgegeben zu sein, mit Verrätherei den Ritter unschädlich zu machen beschloßUnter dem Vorwande von Unterhandlungen lockte er den tapfern Gegner auf den Platzwo der Stein später errichtet ward, und ließ ihn daselbst ermorden, um aber alle Schuld von sich abzuwälzen, ward später jener Denkstein hier auf seinen eigenen Befehl errichtetDer Stein trug folgende Inschrift: +Im Jahre 1610 sind etliche Personen in Hitzacker und der Umgegend der Hexerei und Zauberei beschuldigt wordenwelche dann auf viele Andere mehr bekanntenalso daß auf zehn Personen eingezogen und zum Feuer verurtheilt worden sind. Die Pfähleworan sie verbrannt wurdenwaren im Jahre 1670 noch auf dem Galgenberge zwischen Marwedel und Lerau zu sehen.((Hexenprozesse im Hannöverischen werden erzählt aus Verden im N. Vaterl. Archiv Bd. VI. S. 291aus Ohsen im VIJahrgdBraunschwLüneburgChurlande StIS105StIII. S. 544aus Buxtehude ebd. VIII. Jahrg. St. I. S. 142 u. von RühlingAuszüge eines im Fürstenthum Calenberg in der Mitte d17Jhdtsgeführten HexenprozessesGött1786 in 8.))
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-A.V.\\ +
-Nestoreos ea Parca mihi concesserat annos\\ +
-Jmpia latronis sed negat hosce manus.\\ +
-Parcite sed lacrimis qui me defletis ademtum\\ +
-Ultor erit den(ique?......\\ +
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-Der zweite Stein ist der sogenannte Oppermannssteinebenfalls in der Nähe von MeensenEr hat seinen Namen von einem gewissen Jost Oppermannder mit seinem Knechte auf der Reise an diesem Orte vorbei kam. Letzterer machte ihm etwas nicht nach seinem Kopfe, darüber ward jener sehr böse, mißhandelte ihn und brachte ihn dadurch so in Wuth, daß er seinen Herrn an der Stelle, wo der Stein steht, niederschoßDies geschah am 8Octbr1645. +
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-Außerdem stehen noch unmittelbar bei Meensen, am Wege nach dem Brackenberge, zwei Steine mit Kreuzen auf beiden Seiten behauen, zur Erinnerung, daß sich an dieser Stelle vor vielen Jahren zwei Bauerjungen gegenseitig erschlagen haben.+
  
 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 2, Glogau 1868/71//  //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 2, Glogau 1868/71// 
sagen/graessepreussenii1120.1742474512.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch