sagen:graessepreussenii1111
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| - | Ein Nachtwächter in Hildesheim sah, als er eben bei der Andreaskirche die zwölfte Stunde ausgerufen hatte, auf der Kirchhofsmauer eine große, fette Gans sitzen. Da dachte er, »wenn du keinen Herrn hast, so will ich dein Herr sein!« nahm die Gans unter den Arm und trug sie nach seinem Hause. Unterwegs wurde die Gans aber immer schwerer und schwerer, so daß er sie kaum bis an seine Wohnung schleppen konnte. Er rief nun seiner Frau, welche mit ihm die schwere Gans in den Schweinestall brachte. Hierauf verriegelten sie die Thür und freuten sich nun beide auf den leckern Braten. Am andern Morgen stand auch der Nachtwächter ganz früh auf, wetzte sein Messer und ging vor den Schweinestall um die Gans zu schlachten. Aber wie erschrak er, als er statt der Gans ein altes, nacktes Weib darin fand, das ihn wie mit Katzenaugen grimmig ansah. »Toif! dö Dâkhexe!« ruft der Nachtwächter, | + | Ein Nachtwächter in [[geo:Hildesheim]] sah, als er eben bei der Andreaskirche die zwölfte Stunde ausgerufen hatte, auf der Kirchhofsmauer eine große, fette Gans sitzen. Da dachte er, »wenn du keinen Herrn hast, so will ich dein Herr sein!« nahm die Gans unter den Arm und trug sie nach seinem Hause. Unterwegs wurde die Gans aber immer schwerer und schwerer, so daß er sie kaum bis an seine Wohnung schleppen konnte. Er rief nun seiner Frau, welche mit ihm die schwere Gans in den Schweinestall brachte. Hierauf verriegelten sie die Thür und freuten sich nun beide auf den leckern Braten. Am andern Morgen stand auch der Nachtwächter ganz früh auf, wetzte sein Messer und ging vor den Schweinestall um die Gans zu schlachten. Aber wie erschrak er, als er statt der Gans ein altes, nacktes Weib darin fand, das ihn wie mit Katzenaugen grimmig ansah. »Toif! dö Dâkhexe!« ruft der Nachtwächter, |
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