sagen:graessepreussenii040
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| + | ====== Der Graf von Windeck ====== | ||
| + | Poetisch behandelt von Montanus Bd. I. S. 310 etc. | ||
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| + | In dem Kreise Waldbrühl, unweit des Dorfes Rosbach in der Grafschaft Berg, hoch oben auf felsiger Höhe, das unten umspühlt wird von den Wellen der Sieg, gewahrt man noch heute die gewaltigen Trümmer des einstigen Grafenschlosses Windeck, das aber zuletzt zu einer einfachen Amtmannswohnung herabsank. Der letzte des alten Grafenstammes Windeck, der dies Schloß bewohnte, war Graf Conrad, der nachdem er längere Zeit bei dem vom h. Bernhard gepredigten Kreuzzug im gelobten Lande abwesend gewesen war, ruhig auf dem Schlosse seiner Ahnen seine Tage verlebte. Seine Gemahlin war ihm schon vor längerer Zeit gestorben und aus dieser Ehe nur eine einzige Tochter ihm geblieben, ein sehr schönes Mädchen, Bertha genannt, die er ebenbürtig zu verheirathen und dann seinem einstigen Schwiegersohn Schloß, Grafschaft und Namen zu verlassen gedachte. Da wurde er auf einmal durch den Einfluß seiner Schwester, der Aebtissin zu Rheindorf andern Sinnes, er beschloß seine Tochter dem Herrn zu weihen und sein Erbe, da er doch einmal keinen Stammhalter hatte, dem genannten Kloster zu vermachen. Bei diesem Plane hatte er jedoch nicht das Herz seiner Tochter mit in Anschlag gebracht, und dieses hatte schon anders verfügt; ein junger Ritter aus der Nachbarschaft, | ||
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| + | So bestieg er denn, als die Sonne untergegangen war, sein Roß, allein sonderbarer Weise als dasselbe diesmal den oft schon gemachten Weg gehen sollte, schien es durchaus sich vor irgend einem unbekannten Etwas zu scheuen, es wollte durchaus nicht über die Brücke, welche das Ufer der Sieg, auf dem sein Schloß war, mit dem jenseitigen, | ||
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