sagen:graessepreussenii030
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:graessepreussenii030 [2025/01/21 17:13] – angelegt ewusch | sagen:graessepreussenii030 [2025/01/30 17:50] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Das versunkene Schloß bei Altenrath ====== | ||
| + | Nach Müller S. 24. | ||
| + | |||
| + | Auf dem Wege von Altenrath nach Scheiderhöhe, | ||
| + | |||
| + | Am Fuße des Berges wohnte eine arme Wittwe, welche durch ihrer Hände Arbeit höchst kümmerlich sich und ihre drei Kleinen ernährte. Vor kaum zwei Monaten war ihr Mann, ein Nagelschmied, | ||
| + | |||
| + | Da trat ein Diener des Grafen ein und theilte der hoffnungslosen Wittwe mit, noch vor Anbruch der Dämmerung müsse sie die Hütte räumen; der Graf wolle diesen Ort zur Erweiterung seiner Anlagen benutzen und am folgenden Morgen schon sollten die Arbeiten beginnen. Das war zu viel für Frau Gertrud, ohnmächtig sank sie zu Boden und als sie erwachte, sah sie sich nur von ihren Kindern umgeben, welche mit weinenden Augen den Hals ihrer todtenbleichen Mutter umfangen hielten. Bald faßte sie sich wieder, sie nahm ihr jüngstes Kind auf den Arm und eilte, die beiden andern Kleinen an der Hand, über den Bergfluß dem hohen Gebirge zu. Auf der Spitze des nahen Berges angelangt, wandte sie sich um; noch einmal wollte sie ihre theure Heimath betrachten und dann im Vertrauen auf Gottes Hilfe und Beistand ihren Weg fortsetzen. Doch wie sie so herabschaute in das schöne Thal und ihre liebe Hütte und wieder höher auf des Palastes Zinnen und wie sie das Getöse und Klingen im Hofraume des Schlosses vernahm, da erfaßte sie die Wuth der Verzweiflung, | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
sagen/graessepreussenii030.1737476005.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
