sagen:graessepreussen664
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| + | ====== Zorge und die Jungfernklippe ====== | ||
| + | S. Sagen aus der Vorzeit des Harzes S. 353 etc. | ||
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| + | Unterhalb Hohngeiß, der höchstgelegenen Ortschaft des Harzes, zieht sich zwischen Bergen von gewaltiger Höhe ein dunkles enges Thal hin, von riesenhaften Schwarztannen umdüstert und durchflossen von einem murmelnden Waldbache. An beiden Seiten steigen die gewaltigen Bergwände so steil empor, daß man von der mittleren Höhe der einen, an welcher die Fahrstraße hinführt, nicht ohne Grauen in den finstern Abgrunb zu seinen Füßen herabblickt und die Kühnheit derer bewundert, welche die Straße an diesen Abhang legten. Der obere Theil des Thales ist einsam und öde, tiefes Schweigen ruht auf dem Grunde, weiter abwärts dagegen erweitert es sich und wird lebendig, da klappern die Mühlen, dröhnen die Hammerwerke, | ||
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| + | Während dieser Zeit waren aber der Förster und die übrigen Bewohner des Ortes in nicht geringer Angst und Sorge, ersterer wegen seiner Tochter, letztere aber wegen der Gefahr, die ihren Häusern und Eigenthum drohte, wenn sie das verlangte Geld nicht aufbringen würden. Leider aber ereignete sich jetzt etwas, was die Vorsicht des Försters unnütz zu machen drohte. Mehrere Soldaten hatten im Dorfe zufällig von dem schönen Jägermädchen reden hören, sie sprachen davon gegen ihren Hauptmann und dieser beschied sofort den Förster vor sich, ließ ihn hart an, daß er sie weggeschickt habe und gebot ihm, sie sofort wieder herbeizuschaffen. Der Ausrede des Försters, daß sie bei entfernten Verwandten sei, ward kein Glauben geschenkt und auf Befehl des Hauptmanns das ganze Haus von oben bis unten nach ihr durchsucht. Allerdings fand man sie selbst nicht, allein dafür ihr Bild, welches freilich den Kriegsmann durch seine Schönheit noch mehr aufreizte, sich in den Besitz des Mädchens zu setzen. Er befragte also unter Drohungen und Mißhandlungen die verschiedenen Hausgenossen, | ||
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