sagen:graessepreussen655
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| + | ====== Der Heinrichstein ====== | ||
| + | S. Sagen aus der Vorzeit des Harzes S. 317. | ||
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| + | Als in der Mitte des 15. Jahrhunderts das Faustrecht noch in schönster Blüthe stand, verschwand auch das blühende, unweit Eilenstedt gelegene Dorf Harmsdorf vom deutschen Boden. Der Ritter Heiso von Steinfurt, dem man seine Raubburgen zu Egeln und Alvensleben zerstört hatte, verband sich mit dem Bischof von Hildesheim und legte das seinen Feinden zugehörige Dorf Harmsdorf in Asche. Fast alle Einwohner kamen in dem Gemetzel um und nur wenige retteten sich durch die Flucht. Eine sterbende Wittwe rief ihrem neunjährigen Knaben zu: »Rette Dich nach Huyseburg!« und der arme Knabe schlug dorthin den Weg über Eilenstedt ein. Kraftlos vor Angst, Hunger und Durst, zumal in der brennenden Hitze sank er gänzlich erschöpft auf dem grünen Anger zwischen Harmsdorf und Eilenstedt nieder, wo eben damals ein Schäfer, Heinrich genannt, seine Schafe hütete. Da derselbe eben sein Morgenbrod verzehrte, bat ihn der Knabe nur um einen Bissen aus dem vollgestopften Ranzen, um den Hunger zu stillen. Der Bösewicht rief dem Knaben zu, er solle die Schafe von dem Weizenfelde forttreiben, | ||
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