sagen:graessepreussen639
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| + | ====== Das blutende Schwert an der Liebfrauenkirche zu Halberstadt ====== | ||
| + | Nach den Sagen und Geschichten aus der Vorzeit des Harzes S. 30 etc. | ||
| + | und Ziehnert Bd. II. S. 132 etc. | ||
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| + | Auf dem nackten Berge bei Halberstadt stand im 13. Jahrhundert eine Burg, die einem Raubritter Namens Hug gehörte. Derselbe hatte jedoch eine Gemahlin, die himmelweit von ihm verschieden war; so wild und roh er war, so sanft und gut war sie, aber es konnte deshalb auch nicht fehlen, sie kränkte sich über das gottlose Leben ihres Mannes zu Tode und als sie auf dem Todtenbette lag, da ließ sie ihre einzige Tochter Marie noch zum letzten Mal zu sich rufen und ihren Pflegesohn Teuthold, den ihr Mann einst aus Mitleid zu sich genommen und erzogen hatte, da der Vater desselben in der Acht gestorben war, und nahm ihnen das heilige Versprechen ab, daß sie der Tugend und Sitte treu bleiben und nie vom Pfade des Rechten wanken wollten. Die beiden jungen Leute, welche wie Bruder und Schwester mit einander aufgewachsen waren, liebten sich auf's Zärtlichste, | ||
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| + | Eberhard eilte, von Gewissensbissen gepeinigt, in das Schloß zurück, wo die Hochzeitsgäste noch beim Bankett saßen und ihn mit Staunen wegen seiner langen Entfernung und verstörten Aussehens empfingen. »Wo ist Teuthold?« fragte ihn Marie mit halblauter Stimme. »Sieh' | ||
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| + | Am nächsten Morgen fand man die Leichen der zwei Feinde und ein Mönch, früher selbst ein wackerer Ritter, zog das Schwert aus Eberhard' | ||
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| + | Dies alte entblößte Ritterschwert ist jetzt noch unweit der Thüre der verfallenden Liebfrauenkirche außen an einer kurzen eisernen Kette aufgehängt zu sehen und bewegt sich, auch bei gänzlicher Windstille, immer hin und her. An jedem Jahrestage des Mordes aber sollen von dem Schwerte noch Blutstropfen herabfallen und daher der darunter liegende Erdraum nimmer berasen. | ||
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sagen/graessepreussen639.1709825268.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
