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sagen:graessepreussen631

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 Der Rammberg hat seinen Namen von dem Gott [[gott:Ramm]], den die alten [[volk:sachsenvolk|Sachsen]] hier verehrten. Auf der Felsenspitze, die jetzt die Teufelsmühle heißt, stand einst sein Bild, und die Bewohner des schönsten und bevölkertsten Theils des Sachsenlandes konnten die Opferfeuer sehen, welche die Priester hier anzündeten. Aufsteigende Dampfsäulen verkündeten es den nahen und fernen Anwohnern des Harzes, wenn neue Opfer erwartet wurden. Dann strömten Ramms Verehrer aus dem ganzen Hartingau herzu und freuten sich der wieder hell auflodernden Flamme. Der Rammberg hat seinen Namen von dem Gott [[gott:Ramm]], den die alten [[volk:sachsenvolk|Sachsen]] hier verehrten. Auf der Felsenspitze, die jetzt die Teufelsmühle heißt, stand einst sein Bild, und die Bewohner des schönsten und bevölkertsten Theils des Sachsenlandes konnten die Opferfeuer sehen, welche die Priester hier anzündeten. Aufsteigende Dampfsäulen verkündeten es den nahen und fernen Anwohnern des Harzes, wenn neue Opfer erwartet wurden. Dann strömten Ramms Verehrer aus dem ganzen Hartingau herzu und freuten sich der wieder hell auflodernden Flamme.
  
-Als [[vip:karldergrosse|Karl]] und [[vip:bonifatius|Winfried]] die deutschen [[ding:götze|Götzenaltäre]] umstürzten, verloschen allmälig auch Ramms Feuer. Aber statt seiner trieb nun einige Zeit lang der [[typ:Teufel]] sein Wesen auf dem unwirthbaren Gebirge.+Als [[vip:karldergrosse|Karl]] und [[vip:bonifatius|Winfried]] die deutschen [[ding:götze|Götzenaltäre]] umstürzten, verloschen allmälig auch Ramms Feuer. Aber statt seiner trieb nun einige Zeit lang der Teufel sein Wesen auf dem unwirthbaren Gebirge.
  
 Ein Müller hatte sich am Abhange des Rammberges eine Windmühle erbaut, der es aber von Zeit zu Zeit am Winde fehlte. Bald stieg in ihm der Wunsch auf, eine freistehende Mühle auf dem höchsten Gipfel des Berges zu haben, die beständig im Gange bleiben mußte, der Wind komme nun vom Morgen oder vom Abend, vom Mittag oder Mitternacht. Schwierig aber schien ihm doch für Menschen die Erbauung einer großen Mühle auf einer solchen Höhe, noch schwieriger die Befestigung derselben bei den Stürmen, die gewöhnliches Machwerk wie Stoppeln wegführten. Sein immer wiederkehrender Wunsch und die Vorstellung der Unmöglichkeit der Befriedigung gestatteten ihm weder Tag noch Nacht Ruhe. Und bald erschien der [[wesen:Teufel]] und bot seine Dienste an. Nach langem Dingen und Bieten verschrieb sich ihm der Müller nach einem dreißigjährigen Leben zum Eigenthum, und der Böse versprach dagegen, ihm eine ganz tadelfreie Mühle von sechs Gängen auf dem Gipfel des Rammberges zu erbauen und zwar in der nächsten Nacht vor dem Hahnenschrei. Ein Müller hatte sich am Abhange des Rammberges eine Windmühle erbaut, der es aber von Zeit zu Zeit am Winde fehlte. Bald stieg in ihm der Wunsch auf, eine freistehende Mühle auf dem höchsten Gipfel des Berges zu haben, die beständig im Gange bleiben mußte, der Wind komme nun vom Morgen oder vom Abend, vom Mittag oder Mitternacht. Schwierig aber schien ihm doch für Menschen die Erbauung einer großen Mühle auf einer solchen Höhe, noch schwieriger die Befestigung derselben bei den Stürmen, die gewöhnliches Machwerk wie Stoppeln wegführten. Sein immer wiederkehrender Wunsch und die Vorstellung der Unmöglichkeit der Befriedigung gestatteten ihm weder Tag noch Nacht Ruhe. Und bald erschien der [[wesen:Teufel]] und bot seine Dienste an. Nach langem Dingen und Bieten verschrieb sich ihm der Müller nach einem dreißigjährigen Leben zum Eigenthum, und der Böse versprach dagegen, ihm eine ganz tadelfreie Mühle von sechs Gängen auf dem Gipfel des Rammberges zu erbauen und zwar in der nächsten Nacht vor dem Hahnenschrei.
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