sagen:graessepreussen627
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| - | In dem felsigen Behrthale lebte auf seiner Burg Graf Ilger von Bielstein und bewachte den Eingang in die Gebirge, den man später die Porta Ilefeldensis genannt hat. Ohne Unterschied beraubte und mordete er, was er von seinem Raubneste erspähete und Keiner, der die Straße zog, war seines Lebens sicher. Auf allen Gipfeln der Berge, die hier steil und schroff emporragen und welche das Volk nach ihrer Form den Gänseschnabel, | + | In dem felsigen Behrthale lebte auf seiner Burg Graf Ilger von Bielstein und bewachte den Eingang in die Gebirge, den man später die Porta Ilefeldensis genannt hat. Ohne Unterschied beraubte und mordete er, was er von seinem Raubneste erspähete und Keiner, der die Straße zog, war seines Lebens sicher. Auf allen Gipfeln der Berge, die hier steil und schroff emporragen und welche das Volk nach ihrer Form den Gänseschnabel, |
| - | Die Wahl des Ortes jedoch, auf dem das [[geo: | + | Die Wahl des Ortes jedoch, auf dem das [[kirche: |
| Einst hatte die Gräfin auf dem Schlosse Ilburg mitten im Walde ein großes Licht brennen sehen. Sie weckte ihren Mann deshalb, aber wie der kam, sah er nichts. Die Gräfin hatte es aber eine Stunde lang brennen sehen. Die zweite Nacht sah sie es um dieselbe Zeit, sie weckte den Grafen abermals, der aber sah wieder nichts. Die dritte Nacht, wie die Gräfin es sah, sagte sie dem Grafen nichts, sondern sattelte stillschweigend ein Maulthier und ritt damit auf das Licht zu, belud aber das Thier mit so viel Geld, als es nur tragen konnte. Wie nun dasselbe hinauskam, war das Licht ein großes Feuer, das rollte sich zusammen in ein großes feuriges Mühlrad und rollte immer weiter. Die Gräfin mit dem Maulthiere folgte dem feurigen Rade und kam so an eine Stelle, wo es erlosch. Da ließ sie denn von dem Gelde, das sie auf den Esel geladen hatte, eine Kirche bauen und wie man an der Stelle, wo das Feuer gebrannt hatte, einen Graben in die Erde grub, um die Grundmauer hineinzusetzen, | Einst hatte die Gräfin auf dem Schlosse Ilburg mitten im Walde ein großes Licht brennen sehen. Sie weckte ihren Mann deshalb, aber wie der kam, sah er nichts. Die Gräfin hatte es aber eine Stunde lang brennen sehen. Die zweite Nacht sah sie es um dieselbe Zeit, sie weckte den Grafen abermals, der aber sah wieder nichts. Die dritte Nacht, wie die Gräfin es sah, sagte sie dem Grafen nichts, sondern sattelte stillschweigend ein Maulthier und ritt damit auf das Licht zu, belud aber das Thier mit so viel Geld, als es nur tragen konnte. Wie nun dasselbe hinauskam, war das Licht ein großes Feuer, das rollte sich zusammen in ein großes feuriges Mühlrad und rollte immer weiter. Die Gräfin mit dem Maulthiere folgte dem feurigen Rade und kam so an eine Stelle, wo es erlosch. Da ließ sie denn von dem Gelde, das sie auf den Esel geladen hatte, eine Kirche bauen und wie man an der Stelle, wo das Feuer gebrannt hatte, einen Graben in die Erde grub, um die Grundmauer hineinzusetzen, | ||
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