sagen:graessepreussen622
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| + | ====== Der Zaubersaal zu Walkenried ====== | ||
| + | S. Behrens, Hercynia curiosa S. 193. | ||
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| + | Nachdem im westphälischen Frieden ausgemacht worden war, es solle Alles wieder so werden, wie es am 1. Januar 1624 gewesen sei, wurde [[geo: | ||
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| + | Diese Historie stärket nun aber den gemeinen Mann in seinem von diesem Saal annoch habenden Gedanken, daß noch mehr von den Mönchen mit gewissen Beschwörungen eingemauerte Schätze darauf vorhanden sein müssen, weilen es allhier gemeiniglich nicht gar zu richtig sei und der Teufel oftmals sein Spiel daselbst habe. Im Kreuzgange aber nach der Kirche zu ist eine Gestalt mit allerlei kleinen Thieren und Pflanzen daneben, als z.B. Tauben und Lilien zu sehen und hielt solcher obengedachter Herr Doctor Weitz für ein recht fatales Werk. Deswegen halten Etliche dafür, daß vor Alters Basilius Valentinus, unter dessen Namen viele berühmte chemische Schriften gedruckt sind, sich in diesem Kloster aufgehalten habe und dies ist auch die Ursache, daß Etliche vermeinen, wie der vorbesagte auf dem Zaubersaale gefundene Schatz kein Geld, sondern der Lapis philosophorum oder der Stein der Weisen gewesen sei, welchen der Rector heimlich geholt und sich damit, all seinen Hausrath im Stiche lassend, fortgemacht habe, woran aber doch Viele zweifeln und das Erstere für wahrhafter halten wollen. | ||
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| + | Wie allgemein verbreitet jedoch der Glaube ist, daß von den Mönchen noch andere Schätze hier vergraben worden seien, geht daraus hervor, daß vor einigen dreißig Jahren von der Regierung selbst hier Nachgrabungen angestellt wurden, die aber nicht den mindesten Erfolg hatten. Auch erzählt man sich, daß die Figuren oben an den Pfeilern und der Decke des Kreuzganges eine gewisse geheime Bedeutung haben. Oft sind Mönche erschienen, die sie lange und aufmerksam betrachteten und noch jetzt erscheint angeblich zuweilen plötzlich ein Mönch, der im Frühjahr durch dies hohe Portal tritt, dreimal langsam durch die Pfeiler hinauf- und hinabschreitet, | ||
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