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sagen:graessepreussen564

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 ====== Die Sage von der Steklenburg ====== ====== Die Sage von der Steklenburg ======
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     Poetisch behandelt von Ziehnert Bd. III. S. 157.     Poetisch behandelt von Ziehnert Bd. III. S. 157.
  
-An der Mitternachtseite des [[region:harz|Harzgebirges]], zwei Stunden von [[geo:Quedlinburg]], liegen noch heute die [[typ:ruine|Ruinen]] der alten Steklenburg, aus Mauerfragmenten und einem alten morschen [[typ:turm|Thurme]] bestehend. Die Besitzer derselben waren dem Stifte Quedlinburg zinspflichtig, allein im Jahre 1211 suchte sich einer derselben dieser Verpflichtung zu entziehen. Da er auf gütlichem Wege die Entrichtung des Zinses verweigerte, that ihn der [[typ:Bischof]] von [[geo:Halberstadt]] in den [[typ:Bann]], aber er ließ sich das wenig kümmern, zahlte ihn nicht und lebte nach seiner Weise fort, weil er sich hinter seinen starken Mauern sicher wußte. Alle Ermahnungen seiner frommen Gemahlin und seines Burgkaplans fruchteten nichts. So saß er einst mit Letzterem beim Essen, [[typ:spott|spottete]] des Bannes und leerte sogar einen Becher [[typ:Wein]] auf die Gesundheit des Halberstädter Bischofs, da [[typ:strafe|strafte]] den wilden Mann die rächende Hand des Himmels: todt fiel er zur Erde. Nach einer alten Chronik ist die Begebenheit im Jahre 1204 geschehen, der Ritter von Steklenburg in einer wüsten Kirche [[typ:begräbnis|begraben]] worden und seine Frau und Kinder ihm bald darauf von der [[typ:Pest]] weggerafft gefolgt.((S. Abel, Chronik S. 495.))+An der Mitternachtseite des [[region:harz|Harzgebirges]], zwei Stunden von [[geo:Quedlinburg]], liegen noch heute die Ruinen der alten Steklenburg, aus Mauerfragmenten und einem alten morschen Thurme bestehend. Die Besitzer derselben waren dem Stifte Quedlinburg zinspflichtig, allein im Jahre 1211 suchte sich einer derselben dieser Verpflichtung zu entziehen. Da er auf gütlichem Wege die Entrichtung des Zinses verweigerte, that ihn der Bischof von [[geo:Halberstadt]] in den Bann, aber er ließ sich das wenig kümmern, zahlte ihn nicht und lebte nach seiner Weise fort, weil er sich hinter seinen starken Mauern sicher wußte. Alle Ermahnungen seiner frommen Gemahlin und seines Burgkaplans fruchteten nichts. So saß er einst mit Letzterem beim Essen, spottete des Bannes und leerte sogar einen Becher Wein auf die Gesundheit des Halberstädter Bischofs, da strafte den wilden Mann die rächende Hand des Himmels: todt fiel er zur Erde. Nach einer alten Chronik ist die Begebenheit im Jahre 1204 geschehen, der Ritter von Steklenburg in einer wüsten Kirche begraben worden und seine Frau und Kinder ihm bald darauf von der Pest weggerafft gefolgt.((S. Abel, Chronik S. 495.))
  
 //Quellen:// //Quellen://
   * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 513-514;//   * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 513-514;//
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/20004942000|www.zeno.org]]// 
  
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sagen/graessepreussen564.1688718693.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)