sagen:graessepreussen515
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:graessepreussen515 [2024/03/08 12:53] – angelegt ewusch | sagen:graessepreussen515 [2025/01/30 17:50] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Tippelsdorf ====== | ||
| + | Nach Sommer S. 67. | ||
| + | |||
| + | Zwischen Ahlsdorf und Angeroda liegt ein finsterer Wald, an dessen Stelle einst ein Dorf stand, welches Tippelsdorf hieß; auch kennt man in der Nähe noch die Tippelswiese und Tippelsbrücke. In dem Dorfe war ein Nonnenkloster und noch jetzt sieht man bei Nacht oft Nonnen im Walde umhergehen. Am lichten Tage aber sind Leute, die im Walde Gras schneiden wollten, oft erschreckt worden, doch stets zu ihrem Glücke. Manchmal nämlich haben sie plötzlich, wenn sie einen Busch Gras zu fassen meinten, die Hand voll Schlangen gehabt; wenn sie aber die Schlangen tödteten und mit nach Hause nahmen, wurden dieselben zu Gold. Andere fanden eine seltsame, in der Gegend fast unbekannte Art Rüben unter dem Grase, die eiskalt waren, und auch diese verwandelten sich nachträglich in Gold. | ||
| + | |||
| + | Ein Schäfer von Ziegelrode that ein Gelübde, wenn er einen Schatz auf der wüsten Mark Tippelsdorf finde, wolle er in seinem Dorfe eine Kirche bauen, und ging in das Gehölz um zu suchen. Und bald fand er wirklich einen unermeßlichen Schatz, von dem er die noch heut stehende Ziegelroder Kirche aufführte; und er behielt noch so viel übrig, daß er der reichste Mann der Umgegend war. Zum Andenken ist das Bild des Schäfers mit seinem Wappen auf dem rechten Beine über der Kirchthür in Stein gehauen und noch zu sehen. Nach einer andern Sage (bei Giebelhausen I. S. 28 sq.) wäre aber dieser Schäfer aus Tippelsdorf selbst gewesen, der hätte einst um Mittag seine Schafe dort gehütet, und dabei seinen Hut verloren. Endlich fand er ihn wieder, seine beiden Hunde saßen dabei, daneben aber stand eine wunderschöne Blume, die steckte er an seinen Hut. Kaum hatte er dies gethan, so waren seine Hunde verschwunden, | ||
| + | |||
| + | // | ||
| + | * // | ||
| + | |||
| + | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
sagen/graessepreussen515.1709898831.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
