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sagen:graessepreussen349

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     und Keferstein, Ueber die Halloren. Halle 1843 in 8°. S. 7 etc.     und Keferstein, Ueber die Halloren. Halle 1843 in 8°. S. 7 etc.
  
-In alter Zeit standen dort, wo nun die Stadt Halle gebaut ist, nur 96 Hütten aus Stroh und Holz, und in diesen wohnten die ältesten Halloren und sotten ihr Salz. Sie waren adeligen Geschlechtes und aus jener Zeit stammt noch das adlige Wappen, welches beim Pfingstbier vor dem Zuge der Halloren hergetragen wird. Die Salzwerke zu Halle aber sind gar alt, denn 6 Monate vor Christi Geburt schon ward von den Wenden der hiesige Salzquell entdeckt, sie gruben den Gutjahr-Brunnen (der später diesen Namen bekam, weil er in dem guten Jahre abgeteuft ward, wo Christus geboren ist), legten nun 20 Salzkothe an und nannten den Ort Dobrebora. Im Jahre 735 überzog der fränkische Hausmeier Karl Martel die Sachsen und Wenden mit Krieg, um das Christenthum einzuführen, überwand und bekehrte sie, erbaute Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg und schenkte seinen fränkischen Soldaten für ihre ritterlichen Thaten ein Ritterfähnlein und das Salzwerk Dobrebora, die es als Gutsherren und Würker erhielten, bald auch den deutschen Brunnen gruben, und von ihnen stammen also unsere Halloren ab. Derselbe Karl Martel gab den Salzwürkern im Jahre 738 nicht allein eine Ritterfahne, sondern auch den Titel als Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft, weshalb sie berechtigt waren, in ihren Wappen einen offenen Helm zu führen; das Fähnlein zeigte auf einer Seite die Jungfrau Maria, auf der andern ein Stück Salz, worüber ein offener Helm und zwei Haken waren.+In alter Zeit standen dort, wo nun die [[geo:hallesaale|Stadt Halle]] gebaut ist, nur 96 Hütten aus Stroh und Holz, und in diesen wohnten die ältesten Halloren und sotten ihr Salz. Sie waren adeligen Geschlechtes und aus jener Zeit stammt noch das adlige Wappen, welches beim Pfingstbier vor dem Zuge der Halloren hergetragen wird. Die Salzwerke zu Halle aber sind gar alt, denn 6 Monate vor Christi Geburt schon ward von den Wenden der hiesige Salzquell entdeckt, sie gruben den Gutjahr-Brunnen (der später diesen Namen bekam, weil er in dem guten Jahre abgeteuft ward, wo Christus geboren ist), legten nun 20 Salzkothe an und nannten den Ort Dobrebora. Im Jahre 735 überzog der fränkische Hausmeier [[vip:karlmartell|Karl Martel]] die [[volk:sachsenvolk|Sachsen]] und [[volk:sorben|Wenden]] mit Krieg, um das Christenthum einzuführen, überwand und bekehrte sie, erbaute Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg und schenkte seinen fränkischen Soldaten für ihre ritterlichen Thaten ein Ritterfähnlein und das Salzwerk Dobrebora, die es als Gutsherren und Würker erhielten, bald auch den deutschen Brunnen gruben, und von ihnen stammen also unsere Halloren ab. Derselbe Karl Martel gab den Salzwürkern im Jahre 738 nicht allein eine Ritterfahne, sondern auch den Titel als Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft, weshalb sie berechtigt waren, in ihren Wappen einen offenen Helm zu führen; das Fähnlein zeigte auf einer Seite die Jungfrau Maria, auf der andern ein Stück Salz, worüber ein offener Helm und zwei Haken waren.
  
 Im Jahre 803 wurde der Meteritzbrunnen gegraben, wozu das Geld ein Mädchen gab, welche es mit ihrem Leibe verdient hatte. Der Hackenborn ist erst später im Jahre 884 von einem Ritter von Hacken gegraben worden. Im Jahre 803 wurde der Meteritzbrunnen gegraben, wozu das Geld ein Mädchen gab, welche es mit ihrem Leibe verdient hatte. Der Hackenborn ist erst später im Jahre 884 von einem Ritter von Hacken gegraben worden.
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 So han wir morne Silber und Gold.«\\ So han wir morne Silber und Gold.«\\
  
-»Nun so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz«, rief der Bischof, »und es leuchte Euch Sonne, Mond und Sterne«. Und zum Andenken an jenen Ausspruch stehen noch jetzt im Wappen der Stadt Halle Sonne, Mond und Sterne. Ein Jahr darauf kam der Bischof wieder des Weges und nun sah er die schöne Stadt Halle an der Stelle jener Hütten stehen und die Halloren eilten ihm entgegen und dankten ihm fußfällig, daß er ihnen erlaubt hatte die Stadt auf seinem Grunde zu bauen. Und weil das Gedränge zu groß ward, setzte man den Bischof auf einen Esel, den ersten Esel, der nach Halle kam, und vor ihm her streute man, um den Bischof zu ehren, lauter Rosen. Zum Andenken daran ist noch heute das Wahrzeichen von Halle ein Esel, der auf Rosen geht. Die Halloren lebten nun in allem Glück und unterdeß kam die Zeit, daß Kaiser Karl der Große seine gefährlichen Kriege begann. Da zogen zwölf Halloren in sein Heer, die waren größer als alles andere Volk und wurden Riesen genannt. Die zwölf Schwerter, welche diese zwölf Krieger an ihrer Seite führten, werden noch jetzt aufbewahrt und zum Pfingstbier von 12 Männern getragen; sie sind 41/2 Elle lang. Weil nun die Halloren im Heere Karls des Großen((Nach der alten handschriftlichen Hallorenchronik hätten jedoch erst weit später, im Jahre 980, die Salzwürker beschlossen, bei ihrem Brunnen eine Stadt zu erbauen und deshalb eine Deputation an den Kaiser geschickt, der es genehmigte, die Stadt »Halle« nannte, ihr als Wahrzeichen einen halben Mond mit zwei Sternen gab und die Salzwürker Halle's Ruhm nannte, woraus Hallorum und Hallore geworden ist. 986 kam der Kaiser selbst nach Halle, bestätigte die alten Privilegien, übertrug aber seine Oberlehnsherrlichkeit an das Erzbisthum Magdeburg.)) sich durch Tapferkeit sehr ausgezeichnet hatten, verlieh er ihnen, als Frieden geschlossen war, größere Rechte als seinem übrigen Volke und schenkte ihnen zum Andenken auch das Pferd, welches er selbst im Kriege geritten, und die Fahne, die sie geführt hatten, und er bestimmte, daß jeder seiner Nachfolger, wenn sie ihm den Huldigungseid leisten, ihnen ein Roß, das er selbst geritten, mit königlichem Sattelzeug und eine Fahne schenken solle, weil sie besser seien als seine übrigen Unterthanen. Und so ist es auch bis jetzt geblieben. Die Fahnen werden alle in der Moritzkirche aufbewahrt und es sind ihrer jetzt 34, denn auf Karl den Großen sind bisher 33 Kaiser und Könige gefolgt; von Friedrich Wilhelm III. aber haben die Halloren zwei Pferde und zwei Fahnen erhalten, weil sie ihm zwei Mal Treue geschworen haben, ein Mal nach der Thronbesteigung und das andere Mal nach der Besiegung der Franzosen. Das Pferd behält man stets nur bis zum ersten Pfingstbier nach der Thronbesteigung, bei welchem es der älteste Hallore reitet. Dann wird es verkauft und der Erlös kommt in die Bruderschaftskasse.+»Nun so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz«, rief der Bischof, »und es leuchte Euch Sonne, Mond und Sterne«. Und zum Andenken an jenen Ausspruch stehen noch jetzt im Wappen der Stadt Halle Sonne, Mond und Sterne. Ein Jahr darauf kam der Bischof wieder des Weges und nun sah er die schöne Stadt Halle an der Stelle jener Hütten stehen und die Halloren eilten ihm entgegen und dankten ihm fußfällig, daß er ihnen erlaubt hatte die Stadt auf seinem Grunde zu bauen. Und weil das Gedränge zu groß ward, setzte man den Bischof auf einen Esel, den ersten Esel, der nach Halle kam, und vor ihm her streute man, um den Bischof zu ehren, lauter Rosen. Zum Andenken daran ist noch heute das Wahrzeichen von Halle ein Esel, der auf Rosen geht. Die Halloren lebten nun in allem Glück und unterdeß kam die Zeit, daß [[vip:karldergrosse|Kaiser Karl der Große]] seine gefährlichen Kriege begann. Da zogen zwölf Halloren in sein Heer, die waren größer als alles andere Volk und wurden Riesen genannt. Die zwölf Schwerter, welche diese zwölf Krieger an ihrer Seite führten, werden noch jetzt aufbewahrt und zum Pfingstbier von 12 Männern getragen; sie sind 41/2 [[lex:Elle]] lang. Weil nun die Halloren im Heere Karls des Großen((Nach der alten handschriftlichen Hallorenchronik hätten jedoch erst weit später, im Jahre 980, die Salzwürker beschlossen, bei ihrem Brunnen eine Stadt zu erbauen und deshalb eine Deputation an den Kaiser geschickt, der es genehmigte, die Stadt »Halle« nannte, ihr als Wahrzeichen einen halben Mond mit zwei Sternen gab und die Salzwürker Halle's Ruhm nannte, woraus Hallorum und Hallore geworden ist. 986 kam der Kaiser selbst nach Halle, bestätigte die alten Privilegien, übertrug aber seine Oberlehnsherrlichkeit an das Erzbisthum Magdeburg.)) sich durch Tapferkeit sehr ausgezeichnet hatten, verlieh er ihnen, als Frieden geschlossen war, größere Rechte als seinem übrigen Volke und schenkte ihnen zum Andenken auch das Pferd, welches er selbst im Kriege geritten, und die Fahne, die sie geführt hatten, und er bestimmte, daß jeder seiner Nachfolger, wenn sie ihm den Huldigungseid leisten, ihnen ein Roß, das er selbst geritten, mit königlichem Sattelzeug und eine Fahne schenken solle, weil sie besser seien als seine übrigen Unterthanen. Und so ist es auch bis jetzt geblieben. Die Fahnen werden alle in der Moritzkirche aufbewahrt und es sind ihrer jetzt 34, denn auf Karl den Großen sind bisher 33 Kaiser und Könige gefolgt; von Friedrich Wilhelm III. aber haben die Halloren zwei Pferde und zwei Fahnen erhalten, weil sie ihm zwei Mal Treue geschworen haben, ein Mal nach der Thronbesteigung und das andere Mal nach der Besiegung der [[volk:Franzosen]]. Das Pferd behält man stets nur bis zum ersten Pfingstbier nach der Thronbesteigung, bei welchem es der älteste Hallore reitet. Dann wird es verkauft und der Erlös kommt in die Bruderschaftskasse.
  
 Der Sage nach wäre nun unter den Rechten, welche die Halloren von Karl dem Großen empfangen, das größte das gewesen, daß sie selbst Gericht halten und über Tod und Leben entscheiden durften. Zum Zeichen dafür habe er ihnen den Roland in ihre Stadt gestellt, der noch jetzt auf dem Markte zu Halle steht. Auch erlaubte er der Brüderschaft, daß sie drei Flinten (!) führen durfte und mit diesen in seinen Forsten soviel Wild zu jagen als ihr gefiel. Der Bischof in Giebichenstein aber gelobte in seiner Freude, als er die Stadt sah, ihr alljährlich 82 Tonnen Bier und 12 Pfund Knobbenmehl und zu jeder Knobbe einen Hering zu schenken. Dies empfingen die Halloren auch vom Amte in Giebichenstein regelmäßig, bis es in späterer Zeit in eine Geldsteuer verwandelt ward. So weit die eigene Sage bei den Halloren. In der That verhält es sich aber mit ihnen wie folgt. Der Sage nach wäre nun unter den Rechten, welche die Halloren von Karl dem Großen empfangen, das größte das gewesen, daß sie selbst Gericht halten und über Tod und Leben entscheiden durften. Zum Zeichen dafür habe er ihnen den Roland in ihre Stadt gestellt, der noch jetzt auf dem Markte zu Halle steht. Auch erlaubte er der Brüderschaft, daß sie drei Flinten (!) führen durfte und mit diesen in seinen Forsten soviel Wild zu jagen als ihr gefiel. Der Bischof in Giebichenstein aber gelobte in seiner Freude, als er die Stadt sah, ihr alljährlich 82 Tonnen Bier und 12 Pfund Knobbenmehl und zu jeder Knobbe einen Hering zu schenken. Dies empfingen die Halloren auch vom Amte in Giebichenstein regelmäßig, bis es in späterer Zeit in eine Geldsteuer verwandelt ward. So weit die eigene Sage bei den Halloren. In der That verhält es sich aber mit ihnen wie folgt.
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 Bei der Huldigung eines neuen Landesherrn ziehen die Halloren mit fliegenden Fahnen auf den Markt, kommt nun der neue Landesherr geritten und ist vor dem Rathhause abgestiegen, so treten die Vorsteher der Salzwürker zu ihm und einer derselben redet ihn also an: »Gnädigster Fürst und Herr, wir erkennen Ew. u.s.w. für unsern natürlichen Herrn, bitten unterthänigst, unsere Privilegien zu erneuern und zu gestatten, daß Ew. u.s.w. Leibhengst wir nehmen und damit um die Brunnen im Thale ziehen mögen, dadurch anzuzeigen, daß Ew. u.s.w. des Thales Herr sei.« Wenn dies gnädigst verwilligt ist, nehmen sie das Pferd und setzen den ältesten Würker darauf; dieser reitet an alle 4 Salzbrunnen und hierauf wieder vor das Rathhaus, wobei der Zug der Brüderschaft folgt; dann erfolgt die allgemeine Huldigung, worauf der Fürst ihnen ein Geschenk macht. Kommen fremde fürstliche Personen nach Halle und der Landesherr zieht ihnen entgegen, so müssen die Würker mit Ober- und Untergewehr (d.h. mit einer Jope, einem Isenhut, Schild und Spieß), die Läder mit weißen Hemden über den Kleidern und mit Hellebarden, mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiele mit entgegenziehen, auch so sich wieder bei dem Abzuge einfinden. In den neuesten Zeiten entbietet der König die Halloren als solche zur Huldigung, behandelt ihre Repräsentanten wie die andern Huldigungsdeputirten und sendet ihnen dann eine neue Fahne und ein Pferd aus seinem Marstalle nach Halle, mit welchem der hergebrachte Ritt um die Salzbrunnen geschieht. Jedes Jahr geht zu Neujahr eine Deputation von Halloren zu dem König, diese werden vorgelassen, während Se. Majestät bei Tafel sitzt, der eine überreicht den Neujahrswunsch, der andere die herkömmlichen Geschenke an Sooleiern, Salz und eine Schlackwurst und der dritte schwenkt eigentlich die Fahne (was aber jetzt unterbleibt), dann werden die Deputirten im Schlosse gespeist. Im Herbste erhält der Landesherr auch die ersten gefangenen Lerchen zum Geschenk. Bei der Huldigung eines neuen Landesherrn ziehen die Halloren mit fliegenden Fahnen auf den Markt, kommt nun der neue Landesherr geritten und ist vor dem Rathhause abgestiegen, so treten die Vorsteher der Salzwürker zu ihm und einer derselben redet ihn also an: »Gnädigster Fürst und Herr, wir erkennen Ew. u.s.w. für unsern natürlichen Herrn, bitten unterthänigst, unsere Privilegien zu erneuern und zu gestatten, daß Ew. u.s.w. Leibhengst wir nehmen und damit um die Brunnen im Thale ziehen mögen, dadurch anzuzeigen, daß Ew. u.s.w. des Thales Herr sei.« Wenn dies gnädigst verwilligt ist, nehmen sie das Pferd und setzen den ältesten Würker darauf; dieser reitet an alle 4 Salzbrunnen und hierauf wieder vor das Rathhaus, wobei der Zug der Brüderschaft folgt; dann erfolgt die allgemeine Huldigung, worauf der Fürst ihnen ein Geschenk macht. Kommen fremde fürstliche Personen nach Halle und der Landesherr zieht ihnen entgegen, so müssen die Würker mit Ober- und Untergewehr (d.h. mit einer Jope, einem Isenhut, Schild und Spieß), die Läder mit weißen Hemden über den Kleidern und mit Hellebarden, mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiele mit entgegenziehen, auch so sich wieder bei dem Abzuge einfinden. In den neuesten Zeiten entbietet der König die Halloren als solche zur Huldigung, behandelt ihre Repräsentanten wie die andern Huldigungsdeputirten und sendet ihnen dann eine neue Fahne und ein Pferd aus seinem Marstalle nach Halle, mit welchem der hergebrachte Ritt um die Salzbrunnen geschieht. Jedes Jahr geht zu Neujahr eine Deputation von Halloren zu dem König, diese werden vorgelassen, während Se. Majestät bei Tafel sitzt, der eine überreicht den Neujahrswunsch, der andere die herkömmlichen Geschenke an Sooleiern, Salz und eine Schlackwurst und der dritte schwenkt eigentlich die Fahne (was aber jetzt unterbleibt), dann werden die Deputirten im Schlosse gespeist. Im Herbste erhält der Landesherr auch die ersten gefangenen Lerchen zum Geschenk.
  
-Die noch jetzt den Halloren zuständigen Privilegien sind aber: 1) daß das Salzsieden durch sie allein geschieht; 2) daß sie zur Huldigung eine Fahne bekommen und mit dem landesherrlichen Pferde die Salzbrunnen bereiten; 3) daß sie vom Amte Giebichenstein den sogenannten Bischofsthaler und ein Gewisses an Bier, Brod, Mehl, Holz und Backgeld erhalten; 4) daß sie in gewissen Distrikten den Fisch- und Vogelfang haben (früher kam hiezu das Feilhalten gewisser Waaren und Fleischwerks, das sogenannte Rauchschlachten), und endlich 5) früher, daß so lange Kaltlager andauerten, d.h. nicht gesotten wurde, sie sich auf dem Amte Giebichenstein versammeln durften, wo sie die Zeit über mit Brod, Bier und Käse bewirthet wurden.+Die noch jetzt den Halloren zuständigen Privilegien sind aber: 1) daß das Salzsieden durch sie allein geschieht; 2) daß sie zur Huldigung eine Fahne bekommen und mit dem landesherrlichen Pferde die Salzbrunnen bereiten; 3) daß sie vom Amte Giebichenstein den sogenannten Bischofsthaler und ein Gewisses an Bier, Brod, Mehl, Holz und Backgeld erhalten; 4) daß sie in gewissen Distrikten den Fisch- und Vogelfang haben (früher kam hiezu das Feilhalten gewisser Waaren und Fleischwerks, das sogenannte Rauchschlachten), und endlich 5) früher, daß so lange Kaltlager andauerten, d.h. nicht gesotten wurde, sie sich auf dem Amte [[geo:Giebichenstein]] versammeln durften, wo sie die Zeit über mit Brod, Bier und Käse bewirthet wurden.
  
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