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sagen:graessepreussen292

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 Eine Weile nachher, am [[zeit:karfreitag|Charfreitage]], bringt ihm der Teufel ein Büchslein mit einer grasgrünen Salbe darin, damit er sich festmachen könne. Das hat er also auch befunden. Denn als bald darauf in dem damaligen Kriegswesen etliche feindliche Völker das Korn vor der Stadt Magdeburg verheerten und anzünden wollten, ist er mit den andern Bürgern ausgezogen und hat dasselbe tapfer vertheidigen helfen. Darüber hat er zwar einen Schuß mitten auf die Brust bekommen, derselbe ist aber nicht durchgegangen, sondern hat nur einen blauen Fleck auf der Haut zurückgelassen. Das sah des Abends sein Weib, als sie zu Bette gingen, und als sie daraus merkte, daß es nicht richtig mit ihm sei, da hat sie ihm ernstlich zugeredet und gesagt, daß sie Alles ihrem Beichtvater offenbaren wolle; er hat ihr aber das hart verboten, mit Bedrohung, er wolle sie sonst übel tractiren und sie solle nicht sicher vor ihm sein, worauf sie denn stillgeschwiegen. Eine Weile nachher, am [[zeit:karfreitag|Charfreitage]], bringt ihm der Teufel ein Büchslein mit einer grasgrünen Salbe darin, damit er sich festmachen könne. Das hat er also auch befunden. Denn als bald darauf in dem damaligen Kriegswesen etliche feindliche Völker das Korn vor der Stadt Magdeburg verheerten und anzünden wollten, ist er mit den andern Bürgern ausgezogen und hat dasselbe tapfer vertheidigen helfen. Darüber hat er zwar einen Schuß mitten auf die Brust bekommen, derselbe ist aber nicht durchgegangen, sondern hat nur einen blauen Fleck auf der Haut zurückgelassen. Das sah des Abends sein Weib, als sie zu Bette gingen, und als sie daraus merkte, daß es nicht richtig mit ihm sei, da hat sie ihm ernstlich zugeredet und gesagt, daß sie Alles ihrem Beichtvater offenbaren wolle; er hat ihr aber das hart verboten, mit Bedrohung, er wolle sie sonst übel tractiren und sie solle nicht sicher vor ihm sein, worauf sie denn stillgeschwiegen.
  
-Indessen verfing er sich immer mehr in des Satans Stricken; er war dem Gesöff und allerlei gottlosen Wesen ergeben; er konnte es nicht leiden, daß sein Weib die Kinder zum Gebet anhielt, sondern er sagte, sie sollten in des Teufels Namen beten; er half den Gotteskasten in der St. Johanniskirche bestehlen und verschwindelte das Geld, so er davon mitbekommen. Zwar ging er einmal in sich und er versuchte nun des Satans los zu sein. Er hatte nämlich gehört, er werde frei sein, wenn er Andern seine Kunst beibringe und dieselben dem Teufel zuführe. Derohalben bot er einmal einem Knaben von funfzehn Jahren seine Salbe an, und er solle niemals beschädigt werden, wenn er sich mit andern Jungen herumschlüge. Der Junge wollte indessen nichts mit ihm zu thun haben. Ein andermal, als er einen jungen Kerl antraf, der Lust zu seinen Künsten hatte, trank er ihm diese zu in seines Bruders Namen, das heißt in des Teufels Namen, denn er nannte den höllischen Feind nicht anders als seinen Bruder, oder den Herrn Edelmann oder Herrn Urian. Er bildete sich nun auch ein, daß er den Teufel in der That los sei. +Indessen verfing er sich immer mehr in des Satans Stricken; er war dem Gesöff und allerlei gottlosen Wesen ergeben; er konnte es nicht leiden, daß sein Weib die Kinder zum Gebet anhielt, sondern er sagte, sie sollten in des Teufels Namen beten; er half den Gotteskasten in der St. Johanniskirche bestehlen und verschwindelte das Geld, so er davon mitbekommen. Zwar ging er einmal in sich und er versuchte nun des Satans los zu sein. Er hatte nämlich gehört, er werde frei sein, wenn er Andern seine Kunst beibringe und dieselben dem Teufel zuführe. Derohalben bot er einmal einem Knaben von funfzehn Jahren seine Salbe an, und er solle niemals beschädigt werden, wenn er sich mit andern Jungen herumschlüge. Der Junge wollte indessen nichts mit ihm zu thun haben. Ein andermal, als er einen jungen Kerl antraf, der Lust zu seinen Künsten hatte, trank er ihm diese zu in seines Bruders Namen, das heißt in des Teufels Namen, denn er nannte den höllischen Feind nicht anders als seinen Bruder, oder den Herrn Edelmann oder [[wesen:herrurian|Herrn Urian]]. Er bildete sich nun auch ein, daß er den Teufel in der That los sei. 
  
 Allein der Satan hatte doch nicht von ihm gelassen, sondern gebrauchte ihn noch zu vielen gottlosen Thaten. So gab er ihm einmal im Jahre 1636 im Frühjahr ein graues Pulver in einem weißen Papier, und hieß ihn dasselbe in den Gassen der Stadt ausstreuen, daß die Pest daraus erfolgen möchte. Und wie er nun nicht Alles ausstreute, sondern einen großen Theil in die Elbe warf, da trat auf einmal der Teufel zu ihm und wollte ihn strafen; wie er sich aber in seiner Angst gesegnete und betete: das Blut Jesu etc., da ist der Böse von ihm gewichen. Im Herbste desselben Jahres entstand wirklich die schreckliche Pest, die nicht blos die Stadt Magdeburg, sondern auch die benachbarten Provinzen verheerte. Ein andermal im Jahre 1656 befahl ihm der Satan durch eine grobe Stimme, die er wohl erkannte, ein Kind von drei Wochen, so denselbigen Tag auf dem St. Peterskirchhofe begraben worden war, auszugraben und von dessen Gliedern ein Pulver zu machen, solches aber auszustreuen, damit die Pest abermals in die Stadt komme. Diesem ist er gehorsam; als er gerade ein anderes Kind zu begraben hatte, öffnete er das Grab jenes Kindes, zerschlägt den Sarg, nimmt von dem Körper, was ihm der Satan geheißen, und macht ein Pulver daraus, indem er das neu zu begrabende Kind in das Grab legte. Des verstorbenen Kindes Eltern wurden zwar gewahr, daß das Grab geöffnet und ein anderes Kind darin beigesetzt sei, als sie ihn aber darüber zur Rede stellten, wußte er sich so herauszureden, daß sie nichts Böses vermutheten.  Allein der Satan hatte doch nicht von ihm gelassen, sondern gebrauchte ihn noch zu vielen gottlosen Thaten. So gab er ihm einmal im Jahre 1636 im Frühjahr ein graues Pulver in einem weißen Papier, und hieß ihn dasselbe in den Gassen der Stadt ausstreuen, daß die Pest daraus erfolgen möchte. Und wie er nun nicht Alles ausstreute, sondern einen großen Theil in die Elbe warf, da trat auf einmal der Teufel zu ihm und wollte ihn strafen; wie er sich aber in seiner Angst gesegnete und betete: das Blut Jesu etc., da ist der Böse von ihm gewichen. Im Herbste desselben Jahres entstand wirklich die schreckliche Pest, die nicht blos die Stadt Magdeburg, sondern auch die benachbarten Provinzen verheerte. Ein andermal im Jahre 1656 befahl ihm der Satan durch eine grobe Stimme, die er wohl erkannte, ein Kind von drei Wochen, so denselbigen Tag auf dem St. Peterskirchhofe begraben worden war, auszugraben und von dessen Gliedern ein Pulver zu machen, solches aber auszustreuen, damit die Pest abermals in die Stadt komme. Diesem ist er gehorsam; als er gerade ein anderes Kind zu begraben hatte, öffnete er das Grab jenes Kindes, zerschlägt den Sarg, nimmt von dem Körper, was ihm der Satan geheißen, und macht ein Pulver daraus, indem er das neu zu begrabende Kind in das Grab legte. Des verstorbenen Kindes Eltern wurden zwar gewahr, daß das Grab geöffnet und ein anderes Kind darin beigesetzt sei, als sie ihn aber darüber zur Rede stellten, wußte er sich so herauszureden, daß sie nichts Böses vermutheten. 
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