sagen:graessepreussen286
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| + | ====== Vorboten der Zerstörung Magdeburgs durch Tilly ====== | ||
| + | Nach Vulpius S. 119, 262 etc. | ||
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| + | Im Jahre 1630 ist der Herr Administrator mit dem schwedischen Ambassadeur Johann Stellmann gerade in dem Augenblick in den Dom zur Predigt geritten, da der Herr Dr. Bekius die Worte Dom. X. p. Trinit. erklärt: Wenn Du es wüßtest, so würdest Du auch bedenken etc. | ||
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| + | In selbigem Jahre, den 26. November und 6. December vornehmlich ist ein grausamer Wind entstanden, so hin und wieder großen Schaden gethan, viele Kirchspitzen heruntergeworfen, | ||
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| + | Nach diesem Winde hat sich im Chor des Domes eine große Katze sehen lassen, und wie die Choralschüler gesungen, mit drein gemauet, und ob man sie gleich gejagt, ist sie doch von einem Orte zum andern gesprungen und hat ihren Gesang continuirt. Als auch der Herr Administrator zum letzten Male im Dome communicirt, | ||
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| + | Auf dieses schreckliche Windbrausen ist bald darauf der General Tilly den 21. December im Stift Halberstadt angelangt und hat seine Armada nach Magdeburg marschiren lassen. Im St. Augustinerkloster ist ein alberner und im Haupte verworrener Mensch im Blockhause gesessen (seiner Profession ein Maler), welcher Wehe über Magdeburg gerufen und gesagt, es werde ein großes Blutbad darinnen entstehen. Montags zuvor, ehe die Stadt erobert worden, hat er mit etlichen Reisern hin und her gekehrt, und als man gefragt, warum er also fege, hat er geantwortet; | ||
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| + | Montags vor der Eroberung ist eine Jungfrau von Flensburg aus Holstein begraben worden, welche sich bei ihrem Ohm Herrn Johann Nising ein Paar Jahre aufgehalten; | ||
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| + | Dienstags um 2 Uhr haben sich zwei feurige Balken am Himmel sehen lassen, und als das letzte Stück aus der Stadt gelöset worden, hat sich das Feuer als ein glühender Kranz gewunden und ist in der Luft verschwunden. Viele von den Kaiserlichen haben solches in Acht genommen und referirt. | ||
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| + | Es soll nach der Eroberung ein jämmerliches Geschrei über Magdeburg sich in der Luft haben hören lassen und das Wehe, Wehe! oft wiederholt haben. Auch ein Stein in dem Dom vor dem Chor liegend soll Blut geschwitzt haben. Ingleichen an der Elbe, da man der Todten bei viele Tausende hineingeworfen, | ||
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| + | Zu Altenburg, vier Meilen von Magdeburg, hat sich im Graben um das hochadelige Schulenburg' | ||
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sagen/graessepreussen286.1709932463.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
