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sagen:geldkiste

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-====== Geldkiste ======+====== Thuirer Geldkiste ======
  
-Heute möchte ich noch die Geschichte einer Geldkiste erzählen, die ich ja bereits in meiner Erzählung „Thuirer Kreuzche“ erwähnt habe.+    Frei nach Margot Klinke
  
-Vor langer Zeit wohnte in Berg ein armer Seilspinner, dieser verdiente sich mit seinem Handwerk, nur das nackte ÜberlebenDer Hunger war sein ständiger Gast und notdürftig konnte er sichseine Frau und seine 7 Kinder ernähren.+Von Wiesen und Weiden [[geo:thuir|Berg-Thuirs]] umgeben liegt das Wäldchen Muschelingin welchem in alter Zeit eine Wasserburg lag. Von der Existenz dieser Burg zeugt heute noch erkennbar einige Gräben und übrig gebliebene Wallreste. Längst ist dieses Gelände mit Gestrüpp überwachsenAn einer Stelle war noch lange der Versuch von Schatzgräbern sichtbarden Schatz der damaligen Wasserburg zu finden
  
-Schon des Öfteren hatte er darüber nachgedachtwie er mit seinem Nachbarn gemeinschaftlich die versunkene Geldkiste, die ja mit der Burg vor vielen Jahren unterging, zu heben. Der Eigennutz hielt ihn aber immer wieder zurück, musste er nicht falls das Unternehmen glücktemit dem Nachbarn teilen?+Vor langer Zeit wohnte in [[geo:berg|Berg]] ein armer Seilspinnerdieser verdiente sich mit seinem Handwerk nur das nackte Überleben. Der Hunger war sein ständiger Gast und nur notdürftig konnte er sichseine Frau und seine 7 Kinder ernähren.
  
-So wollte er es erstmals mit seiner recht gesprächigen Frau Liesbeth versuchen. Diese musste ihm jedoch vorher hoch und heilig versprechen, kein Wort zu reden, da bei der Hebung eines Schatzes nicht gesprochen werden durfte. Die Frau versprach ihm auch feierlich kein Wort zu sagen, „ihre Lippen blieben versiegelt“, beteuerte sie. So zog er dann eines Abends mit seiner Liesbeth, mit Hacke, Schaufel und einem Seilzum Muscheling.+Oft gedachte er der versunkenen Geldkiste, die mit der Burg vor vielen Jahren unterging. Und eines Tages dann machte er sich mit seiner geschwätzigen Frau Liesbeth zur Schatzsuche auf. Diese musste ihm jedoch vorher versprechen, kein Wort zu reden, da beim Heben eines Schatzes nicht gesprochen werden durfte. Die Frau beteuerte ihm die ganze Zeit über zu schweigen. So zog er mit seiner Liesbeth, mit Hacke, Schaufel und einem Seil zum Muscheling.
  
-Glücklicherweise lag der Hund nicht auf der versunkenen Stätte, der schon über Jahre seine Geldkiste bewachte. So gab er sich mit seiner Frau ans grabenimmer tiefer, tiefer und tiefer. Endlich stießen sie auf etwas Hartes, das einen metallenen Klang von sich gab, es war tatsächlich die Geldkiste. Das mitgebrachte Seil wurde an der Kiste befestigtmit viel Mühe und unter großer Anstrengung versuchten sie nun, „sich und die Geldkiste“ aus der Grube zu ziehen. Mit letzter Kraft oben angekommen, spuckten der Seilspinner und seine Frau Liesbeth sich in die Hände, gaben sich ans ziehen. Die schwere Kiste zog sich nur langsam aus dem Loch, durch die Aufregung und der Last ging den beiden bald der Atem aus. Liesbeth zeigte sich stärker als ihr Mann, der wie ein Jagdhund keuchte und im ziehen nachließ. Da sank die Kiste um einige Handbreiten, in der Angst rief Liesbeth: "Drickes treck!" Da geschah „Schreckliches“, die Kiste fiel mit lautem Gepolter in die Tiefe, viel tiefer, als wo man sie gefunden hatte, alle Mühen und Anstrengungen umsonst! Aus der Ferne hörten sie das Bellen des Hundes, der wohl auf sie zukam. Voller Angst liefen sie davon, Hacke, Schaufel und Seil im Stich lassend.+An diesem Abend lag der unheimliche Hund nicht auf der versunkenen Stätte, an der sich die Geldkiste befinden sollte. So begann der Seilspinner mit seiner Frau zu graben. Sie gruben mehrere Stunden und kamen immer tiefer. Endlich stießen sie auf etwas Hartes, das einen metallenen Klang von sich gab. Es war tatsächlich der Schatz, die sagenumwobene Geldkiste. 
  
-Hört man heute noch in der Gegend das Bellen eines Hundes, so ist es vielleicht der Gotteslästerer, der als „Hund“, noch immer seine Geldkiste bewacht! +Das mitgebrachte Seil wurde an der Kiste befestigt. Sie stiegen aus der Grube und begannen die Kiste nach oben zu hieven. Die Geldkiste war schwer, beinahe zu schwer. Durch Aufregung und Anstrengung ging beiden bald der Atem aus. Schon zeigte sich die Kiste im fahlen Mondlich. Doch liessen beim Seilspinner kurz die Kräfte nach und das Seil gab um einige Handbreit nach. In ihrer Angst rief Liesbeth: "Drickes treck!" Damit ward die Regel gebrochen und der Schatz fiel mit großem Krachen in die Tiefe zurück.  
-Margot Klinke + 
-Heimat- und Geschichtsverein +All die Müh war umsonst! Aus der Ferne hörten sie das Bellen eines Hundes. Ob der Wächter des Schatzes nun geweckt wurde? Der Seilspinner und seine Frau bekamen das kalte Grausen und liefen aus lauter Angst davon, all ihr Werkzeug im Wald zurücklassend. 
-Nideggen e. V. + 
-http://www.heimat-geschichtsverein-nideggen.de/Geldkiste.html +Hört man heute in der Gegend das Bellen eines Hundes, so ist es vielleicht der verfluchte Gotteslästerer, der noch immer seine Geldkiste bewacht! 
-{{tag>neu eifel}}+ 
 +//Quelle: [[http://www.heimat-geschichtsverein-nideggen.de/Geldkiste.html|www.heimat-geschichtsverein-nideggen.de]]// 
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 +{{tag>sagen internet margotklinke thuir eifel hund schatz schatzsuche v2}}
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