sagen:geister-mahl
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| - | Geister - Mahl. | ||
| - | Bräuner’s Curiositäten S. 336-340 | ||
| - | Erasm. Francisci höll. Proteus. S. 426 | ||
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| - | Als König Friedrich der Dritte von Dänemark eine öffentliche Zusammenkunft nach Flensburg ausgeschrieben, | ||
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| - | Der Edelmann, der bisher wie erstarrt am Tisch gestanden, als er sah, daß der Zug sich näherte, eilte zitternd in einen Winkel des Zimmers; zur Thür hinaus konnte er vor dem Zuge nicht. | ||
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| - | Er sah nun, wie mit ganz unglaublicher Behendigkeit die Geister eine Tafel deckten; alsbald köstliche Gerichte herbeitrugen und silberne und goldene Becher aufsetzten. Wie das geschehen war, kam einer zu ihm gegangen und begehrte, er solle sich als ein Gast und Fremdling zu ihnen mit an die Tafel setzen und mit ihrer Bewirthung vorlieb nehmen. Als er sich weigerte, ward ihm ein großer silberner Becher dargereicht, | ||
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| - | Indessen blieb der silberne Becher in seiner Hand, und wenn auch alle Speisen verschwunden waren, blieb doch das silberne Geschirr auf der Tafel stehen, auch das eine Licht, das der Wirth ihm gebracht. Der Edelmann freute sich und glaubte, das alles sey ihm gewonnenes Eigenthum, allein der Wirth that Einspruch, bis es dem König zu Ohren kam, welcher erklärte, daß das Silber ihm heimgefallen wäre und es zu seinen Handen nehmen ließ. Woher es gekommen, hat man nicht erfahren können, indem auch nicht, wie gewöhnlich, | ||
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| - | Autor: Brüder Grimm | ||
| - | Titel: Geister-Mahl | ||
| - | aus: Deutsche Sagen, Band 1, S. 257–259 | ||
| - | Auflage: 1. Auflage | ||
| - | Erscheinungsdatum: | ||
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