sagen:frau_huett
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| - | ====== Frau Hütt ====== | ||
| - | vgl. Morgenblatt. 1811 Nr. 28. | ||
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| - | In uralten Zeiten lebte im Tirolerland eine mächtige Riesen-Königin, | ||
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| - | Frau Hütt tröstete ihn, versprach ihm ein neues schönes Röcklein und rief einen Diener, der sollte weiche Brosame nehmen und ihm damit Gesicht und Hände reinigen. Kaum aber hatte dieser angefangen mit der heiligen Gottes-Gabe also sündlich umzugehen, so zog ein schweres, sehwarzes Gewitter daher, das den Himmel ganz zudeckte und ein entsetzlicher Donner schlug ein. Als es wieder sich aufgehellt, da waren die reichen Kornäcker, grünen Wiesen und Wälder und die Wohnung der Frau Hütt verschwunden und überall war nur eine Wüste mit zerstreuten Steinen, wo kein Grashalm mehr wachsen konnte, in der Mitte aber stand Frau Hütt, die Riesenkönigin, | ||
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| - | In vielen Gegenden Tirols, besonders in der Nähe von Innsbruck, wird bösen und muthwilligen Kindern die Sage zur Warnung erzählt, wenn sie sich mit Brot werfen oder sonst Uebermuth damit treiben. „Spart eure Brosamen, heißt es, für die Armen, damit es euch nicht ergehe, wie der Frau Hütt.“ | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 314 - 315, 1816// | ||
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sagen/frau_huett.1580935735.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
