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sagen:fiwaspuk08

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 ====== Das Irrlicht bei Kostebrau ====== ====== Das Irrlicht bei Kostebrau ======
  
-    Der Sagensammlung von M. Rothe entnommen.+    Sagensammlung von M. Rothe
  
 In einer Chronik von [[geo:Kostebrau]] fand ich eine Geschichte, welche dort als wahr geschildert wurde: Erlebnis des Oswald Thielemann anno 1874, am 27. Januar: "Früh um ½ 6 ging ich zur Arbeit nach [[geo:lauchhammer-ost|Lauchhammer]]. Es herrschte eine furchtbare Finsternis und ich hatte keine Laterne mit. Als ich über Kettners Heideplan war, ging am Berge eine Laterne vor mir, welche ich nicht erreichen konnte. Ich schritt mit immer rascherem Schritt nach und kam nicht näher, ich schrie gewaltig, er möchte mich doch mitnehmen und warten. Derselbe ging seinen Strich vor mir her, ich fluchte, aber keine Antwort und nichts. So führte mich das rötlich scheinende Laternchen vom Wege in ein Dickichtholz, ich immer nach, dann war es urplötzlich verschwunden und ich stand auf einem freien Platz, ringsum Holz. Da kam ein großes Unwetter, Blitz und Schlag, so daß ich immer in hellem Feuer stand. Um mich herum ein Schnee- und Hagelwetter, welches mir bald das Gesicht und die Hände zerschlug. Ich schrie aus vollem Halse nach Hilfe, ob ein Kollege in der Nähe war, alles vergebens. Jetzt hatten sich Sturm, Blitz und Donner etwas gelegt, ich war durch und durch naß. Wo ich war, wußte ich auch nicht. In einer Chronik von [[geo:Kostebrau]] fand ich eine Geschichte, welche dort als wahr geschildert wurde: Erlebnis des Oswald Thielemann anno 1874, am 27. Januar: "Früh um ½ 6 ging ich zur Arbeit nach [[geo:lauchhammer-ost|Lauchhammer]]. Es herrschte eine furchtbare Finsternis und ich hatte keine Laterne mit. Als ich über Kettners Heideplan war, ging am Berge eine Laterne vor mir, welche ich nicht erreichen konnte. Ich schritt mit immer rascherem Schritt nach und kam nicht näher, ich schrie gewaltig, er möchte mich doch mitnehmen und warten. Derselbe ging seinen Strich vor mir her, ich fluchte, aber keine Antwort und nichts. So führte mich das rötlich scheinende Laternchen vom Wege in ein Dickichtholz, ich immer nach, dann war es urplötzlich verschwunden und ich stand auf einem freien Platz, ringsum Holz. Da kam ein großes Unwetter, Blitz und Schlag, so daß ich immer in hellem Feuer stand. Um mich herum ein Schnee- und Hagelwetter, welches mir bald das Gesicht und die Hände zerschlug. Ich schrie aus vollem Halse nach Hilfe, ob ein Kollege in der Nähe war, alles vergebens. Jetzt hatten sich Sturm, Blitz und Donner etwas gelegt, ich war durch und durch naß. Wo ich war, wußte ich auch nicht.
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