sagen:fiwagold13
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| ====== Ein güldenes Geschmeide ====== | ====== Ein güldenes Geschmeide ====== | ||
| - | | + | Sagensammlung von M. Rothe |
| - | Seit undenklichen Zeiten erzählen die alten Leute eine Begebenheit, | + | Seit undenklichen Zeiten erzählen die alten Leute eine Begebenheit, |
| Rund um die Stubben war das Erdreich durch die Wurzeln der Bäume so hochgedrückt, | Rund um die Stubben war das Erdreich durch die Wurzeln der Bäume so hochgedrückt, | ||
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| Ein besonders großer Stubben hatte es ihnen aber angetan. Es kostete viel Schweiß und Mühe diesen alten Wurzelstock herauszuziehen. Als der Stock dann endlich draußen lag, sahen die beiden Männer, daß unzählig viele braune und graue Tonscherben und ein güldenes Geschmeide in dem Wurzelwerk hingen. Die auf die entstandene Lichtung hineinfallenden Sonnenstrahlen ließen das Geschmeide so stark glitzern, daß die beiden Pechknechte für einen Augenblick sogar die Augen schließen mußten, um nicht geblendet zu werden. Rasch packten sie das Geschmeide in einen Lappen ein und beratschlagten was nun zu tun sei. Ihr Gewissen riet ihnen, es dem Pechmeister zu melden, doch der Wunsch war eigentlich es zu behalten und zu verkaufen. Doch wo sollte ein Pechknecht solch ein Geschmeide her haben, wenn jemand beim Verkauf danach fragen sollte. Man würde sie des Diebstahls bezichtigen. Also sagten sie es dem Pechmeister. Dieser gab ihnen jeweils einen Thaler als Finderlohn und riet ihnen, über diesen Fund nicht zu sprechen. | Ein besonders großer Stubben hatte es ihnen aber angetan. Es kostete viel Schweiß und Mühe diesen alten Wurzelstock herauszuziehen. Als der Stock dann endlich draußen lag, sahen die beiden Männer, daß unzählig viele braune und graue Tonscherben und ein güldenes Geschmeide in dem Wurzelwerk hingen. Die auf die entstandene Lichtung hineinfallenden Sonnenstrahlen ließen das Geschmeide so stark glitzern, daß die beiden Pechknechte für einen Augenblick sogar die Augen schließen mußten, um nicht geblendet zu werden. Rasch packten sie das Geschmeide in einen Lappen ein und beratschlagten was nun zu tun sei. Ihr Gewissen riet ihnen, es dem Pechmeister zu melden, doch der Wunsch war eigentlich es zu behalten und zu verkaufen. Doch wo sollte ein Pechknecht solch ein Geschmeide her haben, wenn jemand beim Verkauf danach fragen sollte. Man würde sie des Diebstahls bezichtigen. Also sagten sie es dem Pechmeister. Dieser gab ihnen jeweils einen Thaler als Finderlohn und riet ihnen, über diesen Fund nicht zu sprechen. | ||
| - | Was aus diesem güldenen Geschmeide geworden ist, ist nicht bekannt. Jedoch kursierte bald darauf das Gerücht, daß der Pechmeister in Dresden eine große Erbschaft gemacht und sich dort zur Ruhe gesetzt hätte. | + | Was aus diesem güldenen Geschmeide geworden ist, ist nicht bekannt. Jedoch kursierte bald darauf das Gerücht, daß der Pechmeister in [[geo:Dresden]] eine große Erbschaft gemacht und sich dort zur Ruhe gesetzt hätte. |
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sagen/fiwagold13.1719495481.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
