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sagen:fiwagang05

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 ====== Ein Gang vom Schloß zum Jagdhaus ====== ====== Ein Gang vom Schloß zum Jagdhaus ======
  
-Es soll vor vielen, vielen Jahren gewesen sein, da gab es direkt noch in der Stadt Finsterwalde ein Jagdhaus in der Langen Gasse und dieses Jagdhaus soll durch einen unterirdischen und somit geheimen Gang mit dem Schloß verbunden gewesen sein. Dieses ehemalige Jagdhaus befand sich damals im Haus Nr. 10 und der unterirdische Gang endete im Keller dieses Hauses. Durch diesen Gang konnten die Schloßbesitzer ungesehen zum Jagdhaus und zurück kommen.+    Sagensammlung von MRothe
  
-Weiterhin führte eine geheimeschmale Treppe zwischen den Zimmer-wänden vom Keller bis zum 1. Stock nach oben. +Es soll vor vielenvielen Jahren gewesen seinda gab es direkt noch in der Stadt [[geo:Finsterwalde]] ein Jagdhaus in der Langen Gasse und dieses Jagdhaus soll durch einen unterirdischen und somit geheimen Gang mit dem [[burg:schlossfinsterwalde|Schloß]] verbunden gewesen seinDieses ehemalige Jagdhaus befand sich damals im Haus Nr. 10 und der unterirdische Gang endete im Keller dieses HausesDurch diesen Gang konnten die Schloßbesitzer ungesehen zum Jagdhaus und zurück kommen.
-Durch Öffnungen in den Wandnischen war es möglichdaß die Schloßbe-sitzer nach allen Seiten aus dem Hintergrund die Dienerschaft und Gäste zu beobachtenIm ersten Stock des Hauses war der sogenannte „Saal" mit einer offenen FeuerstelleHier sollen dann die Feste gefeiert worden sein.+
  
-Überliefert zum Jagdhaus ist dazu ebenfalls etwas: „uanahm auch der Kurfürst zuweilen hier im Jagdhaus seinen Wohnsitzdenn der zum Schloßbezirk gehörige Forstbesitz mit zahlreichen Wäldern um Finsterwalde war ein gutes Jagdrevier. Es wurde speziell die Auerhahnjagd aus-geführt. +Weiterhin führte eine geheime, schmale Treppe zwischen den Zimmerwänden vom Keller bis zum 1Stock nach oben. 
-Natürlich kam mit dem Kurfürsten eine umfangreiche Jagdgesellschaft mit und dann ging es hoch herBei einer solchen Gelegenheit ereignete sich das berühmte Trinkturnier des Bürgermeisters Abraham Koswig zu Ehren der Stadt. +Durch Öffnungen in den Wandnischen war es möglichdaß die Schloßbesitzer nach allen Seiten aus dem Hintergrund die Dienerschaft und Gäste zu beobachtenIm ersten Stock des Hauses war der sogenannte "Saal" mit einer offenen FeuerstelleHier sollen dann die Feste gefeiert worden sein.
-Im Jahre 1740 erbaute man dann in Grünhaus ein Jagdschloß, das „grüne Palais", genanntSeitdem spielte sich das Hofleben dort ab. " 1)+
  
-Wir lesen auf Seite 183 in dem Werk „Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg": „Erwähnt sei ferner das Haus Lange Straße 10 (heute Lange Straße 18) nicht nur wegen der Schlagleiste an dem zweiflügligen Eingangstor und auch wegen 2 angebrachtefrei durchbrochene, gewundene Säulen mit ihrem korinthisierenden Kapitel, sondern auch wegen der tonnengewölbten, mit einschneidenden seitlichen Stichkappen versehenen Durchfahrt, wegen des kreuzgewölbten Ladens und KücheDie Stuckdecken im selben Gebäude mögen frühestens dem Ende des 17. Jahrhunderts angehören. Die beiden Säulen haben Gegenstücke in den Altarsäulen von Casel und Kreblitz2) +Überliefert zum Jagdhaus ist dazu ebenfalls etwas: „u. a. nahm auch der Kurfürst zuweilen hier im Jagdhaus seinen Wohnsitzdenn der zum Schloßbezirk gehörige Forstbesitz mit zahlreichen Wäldern um Finsterwalde war ein gutes Jagdrevier. Es wurde speziell die Auerhahnjagd aus-geführt. Natürlich kam mit dem Kurfürsten eine umfangreiche Jagdgesellschaft mit und dann ging es hoch herBei einer solchen Gelegenheit ereignete sich das berühmte Trinkturnier des Bürgermeisters Abraham Koswig((Anmerkung Sagenwiki: In anderen Sagen ist von einem Bürgermeister [[vip:christophkoswig|Christoph Koswig]] die Rede.)) zu Ehren der Stadt
-Im Keller des Hauses Lange Straße 18 sah man lange noch eine zugemauerte Wand, wo der geheime Gang geendet haben soll. Durch moderne Umbauten im Jahre 1928, verbunden mit Putzarbeiten, wurde das Ende des Ganges nicht mehr erkennbar.+
  
-Quellen: +Im Jahre 1740 erbaute man dann in [[geo:grünhausfinsterwalde|Grünhaus]] ein Jagdschloß, das „grüne Palais", genannt. Seitdem spielte sich das Hofleben dort ab. "((Quelle: Wilhelm Gericke/Gottfried Mai - Geschichte der Stadt Finsterwalde und ihre Sänger)) 
-  * 1 Wilhelm Gericke/Gottfried Mai - Geschichte der Stadt Finsterwalde und ihre Sänger + 
-  2 vergl. Fw HKL, Teil 3, Heft 54, das Heft zum Vortrag „Die lange Gasse = Lange Straße in Finsterwalde", +Wir lesen auf Seite 183 in dem Werk „Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg": „Erwähnt sei ferner das Haus Lange Straße 10 (heute Lange Straße 18) nicht nur wegen der Schlagleiste an dem zweiflügligen Eingangstor und auch wegen angebrachte, frei durchbrochene, gewundene Säulen mit ihrem korinthisierenden Kapitel, sondern auch wegen der tonnengewölbten, mit einschneidenden seitlichen Stichkappen versehenen Durchfahrt, wegen des kreuzgewölbten Ladens und Küche. Die Stuckdecken im selben Gebäude mögen frühestens dem Ende des 17. Jahrhunderts angehören. Die beiden Säulen haben Gegenstücke in den Altarsäulen von Casel und Kreblitz. ((vergl. Fw HKL, Teil 3, Heft 54, das Heft zum Vortrag „Die lange Gasse = Lange Straße in Finsterwalde")) 
-  * 3 Dank für die Information an Heimatfreund H.-D. UnkensteinFinsterwalde,+ 
 +Im Keller des Hauses Lange Straße 18 sah man lange noch eine zugemauerte Wand, wo der geheime Gang geendet haben sollDurch moderne Umbauten im Jahre 1928verbunden mit Putzarbeitenwurde das Ende des Ganges nicht mehr erkennbar.
  
 //Quelle: [[buch:shkfiwa|Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde]] 2021. Nr. 5// //Quelle: [[buch:shkfiwa|Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde]] 2021. Nr. 5//
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sagen/fiwagang05.1719494304.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)