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sagen:elbsagen70

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 Diesen Bann hatte nun der arme Schäfer gelöst, denn seine Geliebte war die Tochter des alten Ritters Wolf von Wolfseck. Der graue Wolf aber, der solange die umliegenden Dörfer in Schrecken gesetzt hatte, war ihr Bruder, den der Vater im Zorn verwünscht hatte. Die Wölfin mit den fünf Jungen war niemand anders als die Gattin des jungen Ritters mit ihren Kindern. Bald stellte sich zudem noch heraus, dass der junge Retter kein armer Schäfer, sondern der Sohn eines Ritters von Schwarzenfels war. Dieser hatte sich mit dem Edelfräulein verheiratet, das der Ritter von Wolfseck einst seinem Sohn zugedacht hatte, und war mit ihr weit fortgezogen. Zuvor aber hatten sie ihr kleines Söhnchen einem Schäfer zur Pflege anvertraut. Da nun aber seine Eltern nie zurückkehrten, hatte der Schäfer den jungen Pflegling als seinen eignen Sohn aufgezogen, und erst jetzt erfuhr dieser von seinem Pflegevater die Geschichte seiner Herkunft. Der junge Ritter ließ nun die Wolfsburg als den Sitz eines so unheimlichen Geheimnisses niederreißen. Was mit seinen Schwiegereltern und ihren Kindern geworden ist, darüber schweigt die Sage. Er zog mit all den seinen ins Böhmerland, wo er vom König Ottokar II. eine schöne Burg erhalten und dort das Geschlecht der Edlen von Schwarzenfels begründet haben soll. Diesen Bann hatte nun der arme Schäfer gelöst, denn seine Geliebte war die Tochter des alten Ritters Wolf von Wolfseck. Der graue Wolf aber, der solange die umliegenden Dörfer in Schrecken gesetzt hatte, war ihr Bruder, den der Vater im Zorn verwünscht hatte. Die Wölfin mit den fünf Jungen war niemand anders als die Gattin des jungen Ritters mit ihren Kindern. Bald stellte sich zudem noch heraus, dass der junge Retter kein armer Schäfer, sondern der Sohn eines Ritters von Schwarzenfels war. Dieser hatte sich mit dem Edelfräulein verheiratet, das der Ritter von Wolfseck einst seinem Sohn zugedacht hatte, und war mit ihr weit fortgezogen. Zuvor aber hatten sie ihr kleines Söhnchen einem Schäfer zur Pflege anvertraut. Da nun aber seine Eltern nie zurückkehrten, hatte der Schäfer den jungen Pflegling als seinen eignen Sohn aufgezogen, und erst jetzt erfuhr dieser von seinem Pflegevater die Geschichte seiner Herkunft. Der junge Ritter ließ nun die Wolfsburg als den Sitz eines so unheimlichen Geheimnisses niederreißen. Was mit seinen Schwiegereltern und ihren Kindern geworden ist, darüber schweigt die Sage. Er zog mit all den seinen ins Böhmerland, wo er vom König Ottokar II. eine schöne Burg erhalten und dort das Geschlecht der Edlen von Schwarzenfels begründet haben soll.
  
-//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig; [[https://www.geisterspiegel.de/?p=53870#more-53870|www.geisterspiegel.de]]//+//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig//
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sagen/elbsagen70.1710424461.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)