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sagen:elbsagen53

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 ====== Der Basilisk von Torgau ====== ====== Der Basilisk von Torgau ======
  
-In [[geo:Torgau]], einer sehr anmutig an der Elbe gelegenen Stadt, befindet sich an einer Wand in den [[typ:keller|Kellern]] des [[typ:rathaus|Rathauses]] ein in Stein gehauener [[lex:Basilisk]]. Damit soll es folgende Bewandtnis haben.+In [[geo:Torgau]], einer sehr anmutig an der Elbe gelegenen Stadt, befindet sich an einer Wand in den Kellern des Rathauses ein in Stein gehauener [[wesen:Basilisk]]. Damit soll es folgende Bewandtnis haben.
  
-Im 16. Jahrhundert hielt sich in einem [[typ:Brunnen]] der Stadt ein [[lex:Basilisk]] auf, der von dort aus alle Gewässer in der Stadt vergiftete. Um dieses schreckliche Übel zu beseitigen und das Tier zu töten, setzte man große Belohnungen aus, aber niemand hatte den Mut, sich dem gefürchteten Tier zu nähern. Schließlich erklärte sich ein Verbrecher, der zum Tod verurteilt war, bereit, das Wagnis zu unternehmen, wenn ihm im Falle des Gelingens Leben und Freiheit zugestanden würden. Als ihm diese Zusage gegeben war, ließ er sich einige [[typ:Spiegel]] geben, hängte sie sich um und stieg so in den Brunnen hinunter. Der [[lex:Basilisk]] war sehr neidisch und wollte keinen zweiten neben sich dulden. Als er nun sein zweites Ich im Spiegel erblickte, glaubte er einen zweiten Basilisken zu sehen und ärgerte sich so sehr, dass er platzte. Mit seinem Tod verschwand jede Spur des [[typ:gift|Giftes]]. Der Brunnen wurde sogleich zugeschüttet, das Tier aber zum Andenken an die Begebenheit an der Wand in Stein gehauen.+Im 16. Jahrhundert hielt sich in einem Brunnen der Stadt ein Basilisk auf, der von dort aus alle Gewässer in der Stadt vergiftete. Um dieses schreckliche Übel zu beseitigen und das Tier zu töten, setzte man große Belohnungen aus, aber niemand hatte den Mut, sich dem gefürchteten Tier zu nähern. Schließlich erklärte sich ein Verbrecher, der zum Tod verurteilt war, bereit, das Wagnis zu unternehmen, wenn ihm im Falle des Gelingens Leben und Freiheit zugestanden würden. Als ihm diese Zusage gegeben war, ließ er sich einige Spiegel geben, hängte sie sich um und stieg so in den Brunnen hinunter. Der Basilisk war sehr neidisch und wollte keinen zweiten neben sich dulden. Als er nun sein zweites Ich im Spiegel erblickte, glaubte er einen zweiten Basilisken zu sehen und ärgerte sich so sehr, dass er platzte. Mit seinem Tod verschwand jede Spur des Giftes. Der Brunnen wurde sogleich zugeschüttet, das Tier aber zum Andenken an die Begebenheit an der Wand in Stein gehauen.
  
-//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig; [[https://www.geisterspiegel.de/?p=51512#more-51512|www.geisterspiegel.de]]//+//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig//
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