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sagen:elbsagen37

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 ====== Die Gründung des Schlosses Hirschstein ====== ====== Die Gründung des Schlosses Hirschstein ======
  
-Zwei Stunden von [[geo:Meißen]] liegt das uralte Schloss Hirschstein auf einem mehr als 50 Ellen hohen freistehenden Felsen dicht an der Elbe. In der Nähe hielt einst in der Mitte des 11. Jahrhunderts ein Markgraf von Meißen eine große Wildhetze, bei welcher die Jäger mehrere Tage lang einen wunderschönen weißen Hirsch vergeblich verfolgten. Endlich erblickten sie ihn wieder, da stürzte er sich von einem ihren Augen bisher entgangenen Felsen in die [[region:Elbe]] hinab. Beinahe hätte die Begierde, ihn zu fangen, mehrere der vornehmsten Waidgesellen mit in den Abgrund gerissen. Zum Andenken erbaute man hier ein Jagdhaus, der Hirschstein genannt, das anfänglich nur dazu diente, um den Markgrafen durch die reizende Aussicht in das Elbtal zu ergötzen. Früher befand sich an der Außenseite des Schlosses der Elbe zu eine in Stein gehauene Figur, welche ein Kind auf dem Arm hielt. Diese sollte daran erinnern, dass einst eine Amme das ihr zur Pflege anvertraute Kind der Herrschaft, nachdem sie vom Kindtaufschmaus trunken geworden war, statt in die Wiege zum offenen Fenster des Schlosses hinausgelegt habe. Der Säugling sei zwar hinabgestürzt, aber von den Zweigen eines am Felsen wurzelnden Strauches aufgefangen und unversehrt wiedergefunden worden.+Zwei Stunden von [[geo:Meißen]] liegt das uralte [[burg:schlosshirschstein|Schloss Hirschstein]] auf einem mehr als 50 Ellen hohen freistehenden Felsen dicht an der Elbe. In der Nähe hielt einst in der Mitte des 11. Jahrhunderts ein Markgraf von Meißen eine große Wildhetze, bei welcher die Jäger mehrere Tage lang einen wunderschönen weißen Hirsch vergeblich verfolgten. Endlich erblickten sie ihn wieder, da stürzte er sich von einem ihren Augen bisher entgangenen Felsen in die [[region:Elbe]] hinab. Beinahe hätte die Begierde, ihn zu fangen, mehrere der vornehmsten Waidgesellen mit in den Abgrund gerissen. Zum Andenken erbaute man hier ein Jagdhaus, der Hirschstein genannt, das anfänglich nur dazu diente, um den Markgrafen durch die reizende Aussicht in das Elbtal zu ergötzen. Früher befand sich an der Außenseite des Schlosses der Elbe zu eine in Stein gehauene Figur, welche ein Kind auf dem Arm hielt. Diese sollte daran erinnern, dass einst eine Amme das ihr zur Pflege anvertraute Kind der Herrschaft, nachdem sie vom Kindtaufschmaus trunken geworden war, statt in die Wiege zum offenen Fenster des Schlosses hinausgelegt habe. Der Säugling sei zwar hinabgestürzt, aber von den Zweigen eines am Felsen wurzelnden Strauches aufgefangen und unversehrt wiedergefunden worden.
  
 //Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig// //Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig//
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sagen/elbsagen37.1710414163.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)