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sagen:elbsagen35

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 ====== Der Dresdener Mönch ====== ====== Der Dresdener Mönch ======
  
-Wie die [[wesen:weissefrau|weiße Frau]] im [[burg:berlinerschloss|Schloss zu Berlin]] durch ihr Erscheinen stets den bevorstehenden Tod eines Fürsten aus dem Hause [[familie|Hohenzollern]] verkünden soll, so wird, nach der Volkssage, auch dem sächsischen Fürstenhaus durch ähnliche Erscheinungen vorher angezeigt, wenn ein Todesfall droht. In [[geo:Dresden]] soll die Erscheinung die Gestalt eines grauen [[wesen:spukmoench|Barfüßermönches]] gehabt haben, der seinen abgehauenen Kopf unter dem Arm trug und in der Hand eine brennende Laterne hielt. Gewöhnlich kam er aus dem sogenannten Mönchsbrunnen auf dem Wilsdruffer Wall heraus, ging auf dem Wall der [[burg:dresdenerfestung|Dresdener Bastei]] entlang und ließ sich an der Stelle der alten Festungswerke sehen, die im Volksmund die Jungfer oder das grüne Haus hieß. Dieser Mönch war angeblich früher zweimal an dem obersten Sims des Hauptturms der alten [[kirche:kreuzkirchedresden|Kreuzkirche]] an den beiden Ecken, die nach dem Wall zu liegen, in Stein gehauen. Da aber auf der entgegengesetzten, also der Stadt zugewendeten Ecke das Bildnis Christi angebracht war, so dachte man sich unter diesen beiden Mönchsgestalten auch den [[wesen:Teufel]] und seine Großmutter.+Wie die [[wesen:weissefrau|weiße Frau]] im [[burg:berlinerschloss|Schloss zu Berlin]] durch ihr Erscheinen stets den bevorstehenden Tod eines Fürsten aus dem Hause [[familie:Hohenzollern]] verkünden soll, so wird, nach der Volkssage, auch dem sächsischen Fürstenhaus durch ähnliche Erscheinungen vorher angezeigt, wenn ein Todesfall droht. In [[geo:Dresden]] soll die Erscheinung die Gestalt eines grauen [[wesen:spukmoench|Barfüßermönches]] gehabt haben, der seinen abgehauenen Kopf unter dem Arm trug und in der Hand eine brennende Laterne hielt. Gewöhnlich kam er aus dem sogenannten Mönchsbrunnen auf dem Wilsdruffer Wall heraus, ging auf dem Wall der [[burg:dresdenerfestung|Dresdener Bastei]] entlang und ließ sich an der Stelle der alten Festungswerke sehen, die im Volksmund die Jungfer oder das grüne Haus hieß. Dieser Mönch war angeblich früher zweimal an dem obersten Sims des Hauptturms der alten [[kirche:kreuzkirchedresden|Kreuzkirche]] an den beiden Ecken, die nach dem Wall zu liegen, in Stein gehauen. Da aber auf der entgegengesetzten, also der Stadt zugewendeten Ecke das Bildnis Christi angebracht war, so dachte man sich unter diesen beiden Mönchsgestalten auch den [[wesen:Teufel]] und seine Großmutter.
  
 Am 22. April 1694 hatte sich der Mönch im königlichen Schloss sehen lassen und damit den Tod [[vip:johanngeorgiv|Johann Georgs IV.]] voraus verkündet. Am 3. Oktober 1698 hatte er die Wachen an den Toren von Alt- Dresden erschreckt, sodass sie sich von allen Posten einander zu Hilfe riefen. Ein Soldat musste sich am Schilderhaus festhalten, um nicht in den Stadtgraben hinabgeworfen zu werden. Dem Leutnant, der die Runde hatte, war der Mönch ebenfalls begegnet. Als aber der Offizier die Pike fällte, verschwand das Gespenst. Hierauf war ein solcher Lärm entstanden, dass man die Trommel rühren ließ und niemand mehr die Wache verrichten wollte. Am 22. April 1694 hatte sich der Mönch im königlichen Schloss sehen lassen und damit den Tod [[vip:johanngeorgiv|Johann Georgs IV.]] voraus verkündet. Am 3. Oktober 1698 hatte er die Wachen an den Toren von Alt- Dresden erschreckt, sodass sie sich von allen Posten einander zu Hilfe riefen. Ein Soldat musste sich am Schilderhaus festhalten, um nicht in den Stadtgraben hinabgeworfen zu werden. Dem Leutnant, der die Runde hatte, war der Mönch ebenfalls begegnet. Als aber der Offizier die Pike fällte, verschwand das Gespenst. Hierauf war ein solcher Lärm entstanden, dass man die Trommel rühren ließ und niemand mehr die Wache verrichten wollte.
sagen/elbsagen35.1710413699.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)