sagen:elbsagen33
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| + | ====== Der wunderbare Stein auf dem Dresdener Markt ====== | ||
| + | Prinz August, ein Sohn des [[vip: | ||
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| + | Als er sich aber mit vieler Mühe ein wenig ausgewickelt hatte, sprach eine starke Stimme laut und vernehmlich zu ihm: »Geh nach Alten-Dresden auf den Markt, da wirst du einen Stein finden, den hebe auf und trage ihn in des Herren Haus und lass ihn dem Kranken unter das Haupt legen.« | ||
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| + | Darauf ging der Puppenmacher sogleich zum Rathaus zu Alten-Dresden und sah davor auch bald einen Stein liegen, der lebhaft in der Sonne glitzerte. Er nahm ihn auf. Als er ihn in der Hand hielt, fühlte er, wie der Stein wärmer und immer wärmer und zuletzt so heiß wie eine glühende Kohle wurde. Er begab sich nun wieder zurück in die [[burg: | ||
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| + | Als er an der Ecke bei den Fleischerbänken die Stufen herunterstieg, | ||
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| + | Nun ließ es ihm keine Ruhe, bis er vor Ihrer Fürstlichen Gnaden Haus den Stein dem Kurfürstlichen Küchenmeister gezeigt und übergeben hatte. Diesem erschien die Andeutung des Puppenmachers geheimnisvoll und unklar. Er zeigte die Sache an. Ufer wurde nun von zwei Hofräten gütlich und glimpflich vernommen, wobei er den Vorgang so zu Protokoll gab, wie er ihn erlebt hatte. Als er um seine Ansicht gefragt wurde, erklärte er, dass nach seiner Meinung zwei Geister im Spiel gewesen seien: ein böser Geist, der ihn durch den Wirbelwind habe verhindern wollen, zum Marktplatz zu gehen, und ein guter, der es ihm befohlen habe. Zwar sei ihm nicht bekannt, dass in der Heiligen Schrift von solchen Geistern die Rede sei, die dem Menschen Befehle und Verheißungen geben, dennoch glaube er aber, es sei Gottes Stimme gewesen. Den Stein halte er für einen gewöhnlichen Kieselstein, | ||
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| + | Es schien aber, dass weder der Kurfürst noch der Kranke Vertrauen zu der Kur mit dem Stein gehabt habe, sodass seine geheimnisvolle Kraft anscheinend nicht erprobt worden ist. Dauernde Genesung wenigstens ist nicht eingetreten, | ||
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