sagen:elbsagen28
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| + | ====== Die Zerstörung von Helfenstein ====== | ||
| + | Wenn man bei Tolkewitz in der Nähe von [[geo: | ||
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| + | Der letzte Besitzer der alten Burg hat eines Tages als Vasall von seinem Lehnsherrn den Befehl erhalten, mit in den Krieg zu ziehen und also schweren Herzens von seiner jungen wunderschönen Gemahlin davonziehen müssen, seinem Bruder aber, der in der Nähe eine andere Burg besaß, sein Schloss und Habe, natürlich auch seine Gemahlin zur Beschützung empfohlen. Dieser war aber ein böser Ritter gewesen, der allen Lastern gefrönt hat, und der schlimmsten Raubritter einer im Land. Der war gar oft in die Burg seines Bruders geritten und hatte die schöne Schwägerin so lange getröstet, bis er sich sterblich in sie verliebte. Er hatte auch weder seiner Verpflichtung gegen den entfernten Bruder noch der Achtung, die er seiner frommen Schwägerin schuldig war, gedacht, sondern derselben frech seine Liebe entdeckt und verlangt, sie solle ihm zu Willen und ihren Gatten untreu sein. Die wies ihn aber kurzerhand ab und drohte, es ihrem Mann, wenn er heimgekehrt sei, zu entdecken. | ||
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| + | Da hatte er ihr die erdichtete Mär vom Tod ihres geliebten Gatten in ferner Schlacht zugehen lassen und nach einiger Zeit seine schändlichen Anträge erneuert, war jedoch abermals zurückgewiesen worden und ihm von der frommen Burgfrau für immer der Besuch von Helfenstein untersagt. Unter schweren Drohungen war er davongeritten, | ||
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| + | Der böse Schwager aber, wütend, dass sein Bubenstück misslungen sei, den Zorn seines Bruders fürchtend, kehrte um und ließ das Schloss von seinen Raubgesellen in Brand stecken, dann aber war er, wie von den Furien der Rache gejagt, davongeritten. Weit leuchtete aber die Brandfackel in die umliegenden Täler hinein und auch ein Trupp Reisige, der seines Weges zog, gewahrte sie, das waren der Herr von Helfenstein und seine Mannen, die heim aus fernen Kämpfen zogen. Sie jagten wohl, was die Pferde laufen mochten, allein sie kamen doch erst an den Toren an, als alles zerstört und bis auf wenige Mauern niedergebrannt war. Ein alter, verwundet zurückgebliebener Knappe berichtete seinem Herrn die schreckliche Kunde. Da hatte dieser sein Schwert und Schild abgelegt und war in ein Kloster gegangen, für die Seele seiner treuen Gattin zu beten. Sein schändlicher Bruder aber hat nirgends im Land Schutz finden können, sondern die Strafe ereilte ihn bald und er musste mit seinen Kumpanen seine Untat auf dem Rad büßen. | ||
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