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sagen:elbsagen27

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 In der Nähe des Dorfes [[geo:Niederpoyritz]] bei [[geo:Pillnitz]] war einmal ein Reitersmann erschlagen worden. Weil er ohne Beichte und Absolution dahingefahren ist, kann sein Geist keine Ruhe finden und erschreckt zur Mitternachtszeit die Vorübergehenden. Einmal war zu dieser Stunde ein Prager Fiedler dorthin gekommen, ein kecker Bursche, der den Teufel selbst nicht fürchtete. Der hatte sich an dem dort befindlichen Erlenbusch niedergesetzt, seine Fiedel zur Hand genommen, ein lustiges Stücklein gespielt und spottweise den spukenden Reiter zum Tanz geladen. Allein da hatte sich ein solch unheimliches Geräusch in der Luft erhoben, dass dem kühnen Spötter angst und bange wurde. Er warf seine Fiedel auf den Rücken und lief, was er laufen konnte. Aber der Spukgeist war noch schneller, er hockte ihm auf und zwang ihn mit den Sporen zu laufen, bis ihm der Atem ausging. Am anderen Morgen fand man den Spielmann tot auf der Erde liegen. Seit dieser Zeit sieht man dort zwei Gespenster, den Reiter und den Fiedler, der auf dem dortigen Damm von 12 Uhr nachts bis zum Morgengrauen seine schauerlichen Stücke aufspielen muss. In der Nähe des Dorfes [[geo:Niederpoyritz]] bei [[geo:Pillnitz]] war einmal ein Reitersmann erschlagen worden. Weil er ohne Beichte und Absolution dahingefahren ist, kann sein Geist keine Ruhe finden und erschreckt zur Mitternachtszeit die Vorübergehenden. Einmal war zu dieser Stunde ein Prager Fiedler dorthin gekommen, ein kecker Bursche, der den Teufel selbst nicht fürchtete. Der hatte sich an dem dort befindlichen Erlenbusch niedergesetzt, seine Fiedel zur Hand genommen, ein lustiges Stücklein gespielt und spottweise den spukenden Reiter zum Tanz geladen. Allein da hatte sich ein solch unheimliches Geräusch in der Luft erhoben, dass dem kühnen Spötter angst und bange wurde. Er warf seine Fiedel auf den Rücken und lief, was er laufen konnte. Aber der Spukgeist war noch schneller, er hockte ihm auf und zwang ihn mit den Sporen zu laufen, bis ihm der Atem ausging. Am anderen Morgen fand man den Spielmann tot auf der Erde liegen. Seit dieser Zeit sieht man dort zwei Gespenster, den Reiter und den Fiedler, der auf dem dortigen Damm von 12 Uhr nachts bis zum Morgengrauen seine schauerlichen Stücke aufspielen muss.
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 //Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig// //Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig//
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sagen/elbsagen27.1710410327.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)