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sagen:elbsagen23

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-====== Der Einsiedler im Ottowalder Grund (Ebermann) ======+====== Der Einsiedler im Ottowalder Grund ======
  
-In der Gegend von [[geo:Lohmen]] war im 13. Jahrhundert ein gewisser Ritter Otto von Greifenstein angesessen, der nahm das Kreuz und zog in das Gelobte Land. Allein er hatte das [[typ:Unglück]], in einem der zahlreichen Gefechte gegen die Ungläubigen gefangen genommen zu werden. Nachdem er 17 Jahre lang in der Gefangenschaft geschmachtet, hatte er das Glück, auf einer Löwenjagd seinem Herrn, einem seldschukischen Emir, das Leben zu retten, worauf ihm dieser die Freiheit schenkte. +In der Gegend von [[geo:Lohmen]] war im 13. Jahrhundert ein gewisser Ritter Otto von Greifenstein angesessen, der nahm das Kreuz und zog in das Gelobte Land. Allein er hatte das Unglück, in einem der zahlreichen Gefechte gegen die Ungläubigen gefangen genommen zu werden. Nachdem er 17 Jahre lang in der Gefangenschaft geschmachtet, hatte er das Glück, auf einer Löwenjagd seinem Herrn, einem seldschukischen Emir, das Leben zu retten, worauf ihm dieser die Freiheit schenkte. 
  
-Er kehrte also in sein Vaterland zurück, aber hier fand er zu seinem Schrecken, dass seine Güter teils von dem damaligen Landesherrn, teils von der [[typ:Kirche]] in Besitz genommen worden waren, weil man ihn für tot gehalten hatte und andere Erben nicht da waren. Er beschloss also, da niemand von den seinen mehr lebte, er übrigens auch bereits den Höhepunkt des Lebens überschritten hatte, seine übrigen Tage dem Herrn zu weihen, und zog sich daher in die wilde Einöde zurück, die heute der Ottowalder Grund genannt wird. Hier erbaute er sich eine [[typ:klause|Einsiedelei]], wo er bald von der ganzen Umgegend wie ein Heiliger unter dem Namen des frommen Otto verehrt und der Grund nach ihm Ottos Waldgrund (Ottowalder Grund) genannt wurde. Da aber, wo sich im Grund unweit vom silberhellen Bächlein ein riesenhafter sargähnlicher [[typ:Stein]] erhebt, soll das [[typ:Grab]] des frommen Mannes sein.+Er kehrte also in sein Vaterland zurück, aber hier fand er zu seinem Schrecken, dass seine Güter teils von dem damaligen Landesherrn, teils von der Kirche in Besitz genommen worden waren, weil man ihn für tot gehalten hatte und andere Erben nicht da waren. Er beschloss also, da niemand von den seinen mehr lebte, er übrigens auch bereits den Höhepunkt des Lebens überschritten hatte, seine übrigen Tage dem Herrn zu weihen, und zog sich daher in die wilde Einöde zurück, die heute der Ottowalder Grund genannt wird. Hier erbaute er sich eine Einsiedelei, wo er bald von der ganzen Umgegend wie ein Heiliger unter dem Namen des frommen Otto verehrt und der Grund nach ihm Ottos Waldgrund (Ottowalder Grund) genannt wurde. Da aber, wo sich im Grund unweit vom silberhellen Bächlein ein riesenhafter sargähnlicher Stein erhebt, soll das Grab des frommen Mannes sein.
  
-//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig; [[https://www.geisterspiegel.de/?p=48845#more-48845|www.geisterspiegel.de]]//+//Quelle: [[autor:oskarebermann|Oskar Ebermann]], [[buch:elbsagen|Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten]], Verlag Hegel & Schade, Leipzig//
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-{{tag>sagen oskarebermann elbsagen lohmen einsiedler kreuzzug grab 1300 vongreifenstein jagd blöwe unglück freiheit schreck }}+{{tag>sagen oskarebermann elbsagen v2a}}
  
sagen/elbsagen23.1689594062.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)