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sagen:ein_kuhhandel

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 Ein Geschichte, welche sich wirklich vor 180 Jahren zugetragen hat: Ein Geschichte, welche sich wirklich vor 180 Jahren zugetragen hat:
  
-Eine Frau ist zu Fuß auf dem Weg zum Gericht nach [[geo:badmünstereifel|Münstereifel]]. Sie ist in Sorge, ob der Prozess zu ihren Gunsten ausgeht. Sie kommt an die [[typ:kapelle|Antoniuskapelle]], im Volksmund „Decke Tönnes“ genannt, vorbei und bittet den heiligen [[vip:Antonius]] um einen guten Ausgang des Gerichtsverfahrens. Als Gegenleistung [[typ:versprechen|verspricht]] sie ihm den Erlös einer [[typ:rind|Kuh]] zu spenden, welche sie später verkaufen würde.+Eine Frau ist zu Fuß auf dem Weg zum Gericht nach [[geo:badmünstereifel|Münstereifel]]. Sie ist in Sorge, ob der Prozess zu ihren Gunsten ausgeht. Sie kommt an die Antoniuskapelle, im Volksmund „Decke Tönnes“ genannt, vorbei und bittet den heiligen [[vip:Antonius]] um einen guten Ausgang des Gerichtsverfahrens. Als Gegenleistung verspricht sie ihm den Erlös einer Kuh zu spenden, welche sie später verkaufen würde.
  
 Der Prozess geht gut für sie aus. Der Prozess geht gut für sie aus.
  
-Sie kommt auf dem Rückweg wieder an der [[typ:Kapelle]] vorbei. Irgendwie reut es sie, ein so großes Versprechen gemacht zu haben. Sie geht nicht in die [[typ:Kapelle]], sondern vorbei und sagt nur: „Heiliger Antonius, ich denk später dran!“ So geht es bei allen Anlässen, wenn sie an der [[typ:Kapelle]] vorbei muss. „Ich han et nitt vergesse. Ich denk ens dran.“+Sie kommt auf dem Rückweg wieder an der Kapelle vorbei. Irgendwie reut es sie, ein so großes Versprechen gemacht zu haben. Sie geht nicht in die Kapelle, sondern vorbei und sagt nur: „Heiliger Antonius, ich denk später dran!“ So geht es bei allen Anlässen, wenn sie an der Kapelle vorbei muss. „Ich han et nitt vergesse. Ich denk ens dran.“
  
-Eines Tages kommt die Frau mit einer [[typ:rind|Kuh]] am Seil und einen Sack mit einem Hahn darin an der Kapelle vorbei. Sie ist auf dem Weg zu einem Viehhändler in [[geo:badmünstereifel|Münstereifel]], dem sie Kuh und Hahn verkaufen will.+Eines Tages kommt die Frau mit einer Kuh am Seil und einen Sack mit einem Hahn darin an der Kapelle vorbei. Sie ist auf dem Weg zu einem Viehhändler in Münstereifel, dem sie Kuh und Hahn verkaufen will.
  
 Der fragt sie: „Was verlangst du für die Kuh?“ Der fragt sie: „Was verlangst du für die Kuh?“
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 Die Frau erwidert: „Einen Taler.“ Die Frau erwidert: „Einen Taler.“
  
-„Das kann doch nicht war sein“, entgegnet der Viehhändler. „Die Kuh ist doch mindestens 100 [[typ:münze|Taler]] wert“.+„Das kann doch nicht war sein“, entgegnet der Viehhändler. „Die Kuh ist doch mindestens 100 Taler wert“.
  
 „Nein einen Taler“, sprach die Frau. „Nein einen Taler“, sprach die Frau.
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 Der Viehhändler ging auf das Geschäft ein und gab ihr 101 Taler. Der Viehhändler ging auf das Geschäft ein und gab ihr 101 Taler.
  
-Auf dem Rückweg warf die Frau den einen Taler für die Kuh in den Opferstock beim heiligen [[vip:Antonius]] und sprach: „He, jetzt häste dinge Kooh."+Auf dem Rückweg warf die Frau den einen Taler für die Kuh in den Opferstock beim heiligen Antonius und sprach: „He, jetzt häste dinge Kooh."
  
-//Quelle: aufgeschrieben von Pfarrer Hubert Köllen, Frechen 2000; [[https://eifelverein-bam.de/lexikon/decke-toennes-ein-kuhhandel/|eifelverein-bam.de]]// +//Quelle: [[https://eifelverein-bam.de/lexikon/decke-toennes-ein-kuhhandel/|eifelverein-bam.de]]// 
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sagen/ein_kuhhandel.1596177262.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)