sagen:ein_gespenstiger_reuter
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| - | ====== Ein gespenstiger Reuter ====== | ||
| - | H. Speidel in notabil. polit. f. 397. | ||
| - | Prätorius im Glückstopf. S. 173. 174. | ||
| - | Happel relat curios. III. 521. | ||
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| - | Ein unbekannter Mann hat sich gegen das Ende des 17. Jahrhunderts bei einem Grafen von Roggendorf zum [[typ|Bereiter]] angegeben und wurde, nach geleisteter Probe, zu Diensten angenommen und ihm eine ehrliche Bestallung gemacht. Es begab sich aber, daß einer von Adel bei Hof anlangte und mit diesem [[typ|Bereiter]] an die Tafel gesetzt wurde. Der Fremde ersah ihn mit Erstaunen, war traurig und wollte keine Speise zu sich nehmen, ob ihm wohl der Graf deßwegen freundlichst zugesprochen. | ||
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| - | Nachdem nun die Tafel aufgehoben war und der Graf den Fremden nochmals nach der Ursache seines Trauerns befragte, erzählte er, daß dieser [[typ|Bereiter]] kein natürlicher Mensch, sondern vor Ostende ihm an der Seite erschossen sey, auch von ihm, dem Erzähler, selbst zu Grabe begleitet worden. Er gab auch alle Umstände an: des Todten Vaterland, Namen, Alter und das traf alles mit dem, was der Bereiter von sich selbst gesagt, ein, so daß der Graf daran nicht zweifeln konnte. Er nahm daher Ursach, diesem Gespenst Urlaub zu geben mit Vorwenden, daß seine Einkünfte geringert und er seine Hofhaltung einzuziehen gesonnen. | ||
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| - | Der [[typ|Bereiter]] sagte, daß ihn zwar der Gast verschwätzt, | ||
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| - | Es fügte sich aber, daß der Graf nach [[land: | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 159–160, 1816// | ||
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sagen/ein_gespenstiger_reuter.1594564055.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
