sagen:ehw177
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| ====== Der Wehnsdorfer Schulze holt Gewitter ====== | ====== Der Wehnsdorfer Schulze holt Gewitter ====== | ||
| - | Lange, ehe die Eisenbahn nach [[geo:dresden|Dresden]] gebaut wurde, war einmal eine sehr große [[typ: | + | R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten |
| - | In [[geo:wehnsdorf|Wehnsdorf]] war es ganz traurig. Alles wollte umfallen. Da war ein alter Mann in Wehnsdorf, der sagte, sein Vater hätte mal einen gekannt, der hat aus [[geo: | + | Lange, ehe die Eisenbahn nach [[geo:Dresden]] gebaut wurde, |
| - | Am andern Tage, als immer noch kein [[typ:Regen]] kam, machte sich der Schulze auf, band die zehn Taler in sein Taschentuch und ging fort. Als er nach [[geo: | + | In [[geo:Wehnsdorf]] war es ganz traurig. Alles wollte umfallen. Da war ein alter Mann in Wehnsdorf, der sagte, sein Vater hätte mal einen gekannt, der hat aus [[geo: |
| - | Der Gewittermacher gab ihm eine große Schachtel aus Holz. Der Schulze | + | Am andern Tage, als immer noch kein Regen kam, machte sich der Schulze |
| - | Endlich, als er lange genug gewandert war, kam er an. Es war aber zu Abende. Als er das Dorf im Dunkel liegen sah, tat er sich noch einmal hinsetzen | + | Der Gewittermacher gab ihm eine große Schachtel aus Holz. Der Schulze nahm sein Schnupftuch und holte die zehn Taler heraus und es war gut, daß es harte Taler waren, Denn sie waren ganz naß und der Schulze mußte sie erst am Rock abwischen. Und dann nahm er die Schachtel |
| - | Als er nun den Deckel anhob, rutschte ihm der weg und das [[typ: | + | Endlich, als er lange genug gewandert war, kam er an. Es war aber zu Abende. Als er das Dorf im Dunkel liegen sah, tat er sich noch einmal hinsetzen |
| - | Da war der Schulze sehr traurig | + | Als er nun den Deckel anhob, rutschte ihm der weg und das Gewitter flog mit Gebrumme davon und nach Schwarzenburg zu. Der Schulze sprang auf und wollte |
| - | //Quelle: [[autor: | + | Da war der Schulze sehr traurig und ging nach Hause, als alles dunkel war und erzählte es seiner Frau. Und sie weinten sehr zusammen. Denn er wußte nicht, wo er die zehn Taler hernehmen sollte. Endlich schliefen sie ein. Auf einmal wurden sie munter und der Regen rauschte und es fing an zu wittern. Da freute sich der Schulze, daß das Gewitter doch nach Wehnsdorf gekommen war und er sagte den Leuten, daß er es gleich am Abend losgelassen hätte. Da freuten sich alle Menschen über ihn und er blieb Schulze bis an sein Ende. |
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