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sagen:ehw164

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-===== Vom Römerkeller bei Kostebrau, dem goldenen Löwen und Flyns =====+[[sagen:ehw163| <<< zurück ]] |  
 +**[[capitel:ehw-8|Kapitel 8: Ortssagen]]** |  
 +[[sagen:ehw165| weiter >>> ]]
  
-Im Volksmunde lebt die Sage, daß dieser Keller in [[geo:kostebrau|Kostebrau]] von [[volk:römer|römischen Kriegsleuten]] erbaut worden sei. In Wirklichkeit sind die Römer jedoch nicht über die [[region:Elbe]] gekommen. Der Römerkeller ist ein natürlicher Hügeldie Hohlräume sind durch Selbstentzündung der zwischen den Tonschichten befindlichen Braunkohlenflöze entstanden. +====== Vom Römerkeller bei Kostebrau, dem goldenen Löwen und Flyns ======
  
-Auf diesen „Römerschanzen“ stand das [[typ:heiligtum|Heiligtum]] des [[gott:flyns|Wendengottes Flyn]]Er war der Gott der Unterwelt und des Todes, auch des Reichtums, der auf unehrliche Weise erworben warMan dachte ihn sich dargestellt als Totengerippe mit langem Mantel. Er hielt in der rechten Hand einen Stab mit einer Fackel. Mit der linken Hand stützte er einen Löwenwelcher auf seinen Schultern ruhte. Ihm zu Ehren buk man Kuchen aus Buchweizenmehl – Flinze oder Plinze genannt.+    RScharnweber & OJungrichter: SagenAnekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933
  
-In den Hohlräumen, die leider durch Abfuhr der harten Tonmassen zu Wegebauten zerstört worden sind, befand sich nach der Sage ein goldener Löweder von den [[volk:sorben|Wenden]] treulich bewacht wurdeAber trotz aller Wachsamkeit ist er nebst anderen [[typ:schatz|Schätzen]] in früheren Jahrhunderten geraubt wordenNiemand weiß bis auf den heutigen Tagwo diese Reichtümer geblieben sind. +Im Volksmunde lebt die Sage, daß dieser Keller in [[geo:Kostebrau]] von [[volk:römer|römischen Kriegsleuten]] erbaut worden seiIn Wirklichkeit sind die Römer jedoch nicht über die [[region:Elbe]] gekommenDer Römerkeller ist ein natürlicher Hügeldie Hohlräume sind durch Selbstentzündung der zwischen den Tonschichten befindlichen Braunkohlenflöze entstanden
  
-Einige Schätze sollen in dem dabei befindlichen [[typ:Brunnen]] versenkt sein.+Auf diesen „Römerschanzen“ stand das Heiligtum des [[gott:flyns|Wendengottes Flyn]]. Er war der Gott der Unterwelt und des Todes, auch des Reichtums, der auf unehrliche Weise erworben war. Man dachte ihn sich dargestellt als Totengerippe mit langem Mantel. Er hielt in der rechten Hand einen Stab mit einer Fackel. Mit der linken Hand stützte er einen Löwen, welcher auf seinen Schultern ruhte. Ihm zu Ehren buk man Kuchen aus Buchweizenmehl – Flinze oder Plinze genannt.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+In den Hohlräumen, die leider durch Abfuhr der harten Tonmassen zu Wegebauten zerstört worden sind, befand sich nach der Sage ein goldener Löwe, der von den [[volk:sorben|Wenden]] treulich bewacht wurde. Aber trotz aller Wachsamkeit ist er nebst anderen Schätzen in früheren Jahrhunderten geraubt worden. Niemand weiß bis auf den heutigen Tag, wo diese Reichtümer geblieben sind.  
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 +Einige Schätze sollen in dem dabei befindlichen Brunnen versenkt sein. 
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 +//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
  
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-{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatniederlausitz kostebrau sorben schatz brunnen heiligtum flyns}}+{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}
  
sagen/ehw164.1683396863.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)