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sagen:ehw158

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 ====== Der Keller unter dem Schloßberg von Luckau ====== ====== Der Keller unter dem Schloßberg von Luckau ======
  
-Von der Burgdie vor alten Zeiten auf dem Schloßberg gestanden hatist früher ein [[typ:geheimgang|Gang]] unter dem Stadtgraben hindurch nach dem Kloster gegangen. Unter der Burg waren in tiefen [[typ:Keller]]n die [[typ:kerker|Gefängnisse]]. Dort mußten die Verbrecher bis zu ihrem Tode verbleiben. +    R. Scharnweber & O. Jungrichter: SagenAnekdoten und Schnurren aus dem Kreise LuckauBerlin 1933
  
-Einmal war auch ein [[typ:Mönch]], der sehr böses getan hattein das [[typ:kerker|Gefängnis]] gebracht worden. Er hatte sich als besondere Gnade ausgebetendaß man ihm ein [[typ:weinfass|Faß]] [[typ:Wein]] mit in sein Loch geben möchteDas geschah auch. Aber wenige Tage später wurde, wodurch das kam, weiß man nicht mehr, der Keller verschüttet und der Mönch in seinem Gefängnis eingeschlossenWeil man ihn doch nicht retten konnte, wurde der Gang zugeworfen.+Von der Burgdie vor alten Zeiten auf dem Schloßberg gestanden hatist früher ein Gang unter dem Stadtgraben hindurch nach dem Kloster gegangenUnter der Burg waren in tiefen Kellern die GefängnisseDort mußten die Verbrecher bis zu ihrem Tode verbleiben
  
-Nach dem französischen Krieg ließ der [[typ:Bürgermeister]] neue [[typ:Keller]] anlegen und dabei stießen die Leute auch auf das verschüttete Gefängnis. Als man die Tür öffnetesaß in einer Ecke ein [[typ:Gerippe]] in einer [[typ:Kutte]] und an der Seite stand ein FaßAls man den Toten anfaßtezerfiel er zu Staub. Als man das [[typ:Faß]] anfaßtefielen die Dauben auseinander. Nur der [[typ:Wein]] blieb übrig, der mit einer ganz dicken Haut umgeben war, auf der sich die Dauben abgedrückt hattenDen Wein innen konnte man noch trinken.+Einmal war auch ein Mönch, der sehr böses getan hatte, in das Gefängnis gebracht wordenEr hatte sich als besondere Gnade ausgebetendaß man ihm ein Faß Wein mit in sein Loch geben möchteDas geschah auch. Aber wenige Tage später wurdewodurch das kamweiß man nicht mehr, der Keller verschüttet und der Mönch in seinem Gefängnis eingeschlossenWeil man ihn doch nicht retten konnte, wurde der Gang zugeworfen.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+Nach dem [[zeit:napoleonischekriege|französischen Krieg]] ließ der Bürgermeister neue Keller anlegen und dabei stießen die Leute auch auf das verschüttete Gefängnis. Als man die Tür öffnete, saß in einer Ecke ein Gerippe in einer Kutte und an der Seite stand ein Faß. Als man den Toten anfaßte, zerfiel er zu Staub. Als man das Faß anfaßte, fielen die Dauben auseinander. Nur der Wein blieb übrig, der mit einer ganz dicken Haut umgeben war, auf der sich die Dauben abgedrückt hatten. Den Wein innen konnte man noch trinken. 
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 +//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
  
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sagen/ehw158.1683629181.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)