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sagen:ehw139

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     R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933     R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933
  
-In [[geo:waltersdorfheideblick|Waltersdorf]] hatte eine Familie einen [[wesen:kobold|Koblick]]. Er wohnte auf dem Boden in einer Tonne und ließ sich nur von dem Hausvater sehen. Vor allem dann, wenn der ihm sein Futter brachte - süßer, warmer Hirsebrei. Dem Wirte war er sehr gut gesinnt. Er sorgte für reichliches Korn, schützte das Haus vor Feuer, die Wirtschaft vor Verlusten an Vieh, die Menschen im Hause vor Krankheit und Unfall. So ging es immer vorwärts und der Wirt wurde ein wohlhabender Mann.+In [[geo:waltersdorfheideblick|Waltersdorf]] hatte eine Familie einen [[wesen:Koblick]]. Er wohnte auf dem Boden in einer Tonne und ließ sich nur von dem Hausvater sehen. Vor allem dann, wenn der ihm sein Futter brachte - süßer, warmer Hirsebrei. Dem Wirte war er sehr gut gesinnt. Er sorgte für reichliches Korn, schützte das Haus vor Feuer, die Wirtschaft vor Verlusten an Vieh, die Menschen im Hause vor Krankheit und Unfall. So ging es immer vorwärts und der Wirt wurde ein wohlhabender Mann.
  
 Da starb der Hausvater. Nach seinem Tode wollte die Frau seines Sohnes den Koblick nicht mehr im Hause haben. Sie graulte sich vor ihm. Sie peinigte ihren Mann Tag und Nacht. Und weil er endlich Ruhe vor seiner Frau wollte, sagte er zu einem alten Knecht, der bei ihm die Schafe hütete und schon zu seines Vaters Lebzeiten auf dem Hof gedient hat, er solle den Koblick fortschaffen. Da starb der Hausvater. Nach seinem Tode wollte die Frau seines Sohnes den Koblick nicht mehr im Hause haben. Sie graulte sich vor ihm. Sie peinigte ihren Mann Tag und Nacht. Und weil er endlich Ruhe vor seiner Frau wollte, sagte er zu einem alten Knecht, der bei ihm die Schafe hütete und schon zu seines Vaters Lebzeiten auf dem Hof gedient hat, er solle den Koblick fortschaffen.
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