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sagen:ehw138

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 ====== Die Irrlichter bei Lindena ====== ====== Die Irrlichter bei Lindena ======
  
-Früher gab es abends in unseren Torfmooren viele [[typ:irrlicht|Irrlichter]]Auch jetzt tauchen ganz vereinzelt noch Irrlichter auf+    RScharnweber & OJungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933
  
-Im Jahre 1920 ging einmal ein Mann aus dem Dorfe [[geo:lindena|Lichtena]] bei [[geo:doberlugkirchhain|Kirchhain]] gegen Abend auf die WieseDieser Flecken wurde Rabennest genannt. Er wollte dort das alte Gras abbrennen. Es war aber sehr windig und daher jagte der Wind das [[typ:feuer|Feuer]] bis auf die Nachbarwiesen. Als der Wind immer mehr wehte, wollte der Mann das Feuer wieder auslöschen. Es gelang ihm nur sehr schwer. Dabei wurde es dann auch ganz finster+Früher gab es abends in unseren Torfmooren viele [[wesen:irrlicht|Irrlichter]]. Auch jetzt tauchen ganz vereinzelt noch Irrlichter auf. 
  
-Als er nach Hause gehen wollte, sah er aus einem [[typ:Strauch]] zwei Lichter auf sich zukommenEs waren zwei IrrlichterDie Lichter gingen immer auf dem Wege neben ihn her. Aber er ließ sich nicht vom Wege abbringen. Als die Lichter auch weiterhin neben dem Manne hergingensprach er zu ihnen: „Ihr könnt machen, was ihr wollt. Ich lasse mich doch nicht verirren!“ Als er das gesagt hatte, verschwanden die Lichter wieder in einem StrauchDiese Lichter wollten ihn in die Irre, ins [[typ:Moor]] führenDarum nennt man sie Irrlichter+Im Jahre 1920 ging einmal ein Mann aus dem Dorfe [[geo:lindena|Lichtena]] bei [[geo:doberlugkirchhain|Kirchhain]] gegen Abend auf die WieseDieser Flecken wurde Rabennest genannt. Er wollte dort das alte Gras abbrennenEs war aber sehr windig und daher jagte der Wind das Feuer bis auf die Nachbarwiesen. Als der Wind immer mehr wehtewollte der Mann das Feuer wieder auslöschenEs gelang ihm nur sehr schwerDabei wurde es dann auch ganz finster
  
-Aber die Familie bekam zu Hause [[typ:Angst]] um den Mann und alle machten sich auf den Weg, ihn zu suchen. Sie waren aber noch nicht weit gegangen, so hörte man menschliche Schritte und er war es wirklich. Erfreut gingen nun alle mit ihm zurück und er erzählte, was geschehen war. Aber er gelobte auch, nie wieder gegen Abend auf die Wiese zu gehen und ein [[typ:Feuer]] anzumachen.+Als er nach Hause gehen wollte, sah er aus einem Strauch zwei Lichter auf sich zukommen. Es waren zwei Irrlichter. Die Lichter gingen immer auf dem Wege neben ihn her. Aber er ließ sich nicht vom Wege abbringen. Als die Lichter auch weiterhin neben dem Manne hergingen, sprach er zu ihnen: „Ihr könnt machen, was ihr wollt. Ich lasse mich doch nicht verirren!“ Als er das gesagt hatte, verschwanden die Lichter wieder in einem Strauch. Diese Lichter wollten ihn in die Irre, ins Moor führen. Darum nennt man sie Irrlichter.  
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 +Aber die Familie bekam zu Hause Angst um den Mann und alle machten sich auf den Weg, ihn zu suchen. Sie waren aber noch nicht weit gegangen, so hörte man menschliche Schritte und er war es wirklich. Erfreut gingen nun alle mit ihm zurück und er erzählte, was geschehen war. Aber er gelobte auch, nie wieder gegen Abend auf die Wiese zu gehen und ein Feuer anzumachen.
  
 //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]// //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
  
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-{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz}}+{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}
sagen/ehw138.1684928174.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)